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Urkunden zur Agrargeschichte Vorarlbergs

Bibliographic data

fullscreen: Urkunden zur Agrargeschichte Vorarlbergs

Monograph

Persistent identifier:
000102514
Title:
Urkunden zur Agrargeschichte Vorarlbergs
Shelfmark:
VOR-000--GSD-030--Klein
Author:
Kleiner, Viktor
Place of publication:
Dornbirn
Publisher:
Vorarlberger Verlagsanstalt
Document type:
Monograph
Collection:
Monografien
Copyright:
Vorarlberger Landesbibliothek

Chapter

Title:
130 Urkunden
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Urkunden zur Agrargeschichte Vorarlbergs
  • Title page
  • Preface
  • 130 Urkunden

Full text

285 
entsez des Rauchgehrens oder nach dem auslassen im Salober sömeren 
w ollen, das sie die selbige so Wohl als auch die küe vor st. Bartholomeus 
tag in die hohe der alp oder in die weitiste trib tre iben und weiden solle n, 
so fern es weid und w ether zu lassen mag, damit die frühe küe auf den 
zutringenten Herbst ihre nach rung desto l eichter in der nähe erfinden mögen 
und dieß bei s traff ein dugaten der alp. 
Neuntens solle n alle und jede alpgenossen den f erner wissen und 
glauben, das das ftühe oder sogenante Nonn welchen gar und gän tzlich 
Verbotten, weilen solch er der alp höchst n achtei lig, damit man samentlich 
die Weith entfernte weid desto besser einhollen und die nähere auf das 
sc hnee und Herbst wethe r ersparet könne und möge werden. Zu deme die 
ainige, so die Nonn weid nit alle rding so füglich als wie andere haben 
können, ihnen kein Privilegium und außnam machen, den ganzen s ommer 
beim b esten weth er auch an deren vor denen thü ren nit ohne merklichen 
schaden der benachba rten alpgenos sen oder in denen zum regen und fchne- 
flucht gedeylichen weiden Welten treiben und künftig behaubten wollen, 
nicht in die höhe treiben aber Wider menigli c hes Verhalte n einer oder der 
and ere in dem Nonn welchen oder nit mit anderen in die höche zu treiben 
und weiden sich halsstörrig erzeigen wurde, der solle nach gethoner alp­ 
rec hnung von dem alpmeister und darauf kein erfolgte besserung umb ein 
d ugaten abgestrafft werden. 
Zohentens soll en auch die alpgenossen einen geiß Hirte n so feinem 
die nst recht vorstehe n kan und mag dingen, damit die inhaber der angrän­ 
zenden alpen Mäder und wis sen ohne klag verbliben mögen , solle n auch 
die geiß kein eswegs den sommer unter den küeen haben oder h ueten, son­ 
deren sich der geiß weid nemli ch des Rauchg ehrens, der Birchen, der Lucher, 
Arben bedienen sovil möglic h ist. Item so werden keinen mehr alte geiß 
näs ser ausz usc hlagen mit zugezelter weid erlaubet als er aigne und ge­ 
dingte weiden hat und b esezt, als der 12 weiden hat, darf 12 näs ser haben 
auf zwey weiden und nit mehr 10 weiden, aber mit anderem vih besezen, 
welche m allem von denen alpmeistere ren flei s sigist under einer s traff auf­ 
gesehen und zugesprochen wer den solle. 
Eilfftens so Wirth auch Von den alpgenossen au ßt rückentlich gedingt 
und beschlossen, das zu weid zei len das xoden, sc hwein, krauten und mu ess­ 
mehl mieten wie auch alle morgen mieten gä ntzlich Verbotten und ab- 
gethon sein soll, ausgenom men die die Wochen dreymahl dienstag, ton- 
nerst ag und sambsta g, welches allemah l zu abend geschehen wer den solle, 
ein wenig salz und roggen Wan nichts von denen alpgenossen anders be­ 
schlossen wird und dis bey strasf 2 d ugaten der alp. 
Zwölftens wei len man nach vilfältig allgemeiner rath schlagung der 
alp eine bessere hils auf keine weis hat kön nen erac hten als sament l icher 
hab mehr weid zu geben, damit einem auch disfahls als wie dem anderen 
geschehe und nit der so mit lauter küe besezen wolte oder besezte einen ihme ihme
	        

Hinweis

Die durch die Vorarlberger Landesbibliothek auf volare zur Verfügung gestellten Digitalisate von Monografien können aus heutiger Sicht teils problematische zeitgenössische Standpunkte und Ansichten enthalten. Die Vorarlberger Landesbibliothek distanziert sich ausdrücklich von allen nationalsozialistischen, rassistischen und sonstig menschenverachtenden Inhalten und stellt die besagten Monografien ausschließlich für Forschung und Lehre sowie zum Zweck des privaten Studiums zur Verfügung.

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