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Full text : Das Standschützenbataillon Bregenz im Weltkriege. Erinnerungen einiger Standschützen

Mam^ffommet 1917.

Die welsche Artillerie ging in di esem Som mer sparsamer um
mit der Mu nition als im vori gen; trotzdem waren wen ige Tage,
an denen es nicht aus den feindlichen Geschützen herüberkrachte. Die
oft verwünschte „Brille" am Monte Noss ereilte das Schicksal, als
eines Tages unsere zwei Feldk anonen vom Artillerierücken (ober
Progoite) aus mehrere Vol l treffer in die zwei Löcher sc hoßen. Von
da an blieben die Geschütze der „Bri lle" mäu schenstille .

In den Zulitagen lebte das gegenseitige Plänklerfeuer wieder
 auf; unsere Schützen ließ en sich nicht vergeblich fordern, worüber
 die neben uns an der Travenanzessperre befindliche Landsturm-Kompagnie
 160 wenig erbaut War, so daß unseren Schützen
das Schie ßen verboten werde n mußte.

Leider brachte der Sommer uns mehre re sc hwere Verluste.

Als bei einer Artilleriebeschießung des Stützpun ktes „In nsbru
 ck" der Sch ütze Datier Giselbrecht aus Sulzberg Handgranaten
sichern wollte, ex plodier te eine solch e und verwundete ihn so arg, daß
er ein Auge ve rlor und ein Fuß steif blieb und er als in valid
supera r bi triert wurde.

Die Arbei ten am Stützpunkt „Sch neller " sucht e der Feind
besonders durch eingespannte Gewehre unmöglich zu machen und
benützte auch gerne Explosivgeschoße, so daß dort teilwe ise nur in
mondhellen Nächten und in den Abend- nnd Morgenstunden gearbeitet
 werden konnte. Zwei Standschützen wurden dort schwer
verwundet: Anton Fink aus Doren am 28. Zuli durch einen Sc huß,
der Wange, Hals und Schulter durchbohrte, und Kaspar Eberle
aus Alberschwende am 13. August mit einem Durchschuß beider
Oberschenkel .

Bedeutende Verwundungen erhielten in der Progoite der
Anterjäger Halder von Kennelbach durch Lendenschuß und der
Offiz iersd iener Gebhar d Gmeiner durch einen Kni eschuß.

Angezählte Male ging der Tod an un sern Schützen vo rüber
in den gefährlichsten La gen; das sprichwörtliche Glück der Standschützen,
 der beso ndere himmlische Schutz halte schon so viele geschont
in vielen Kriegsmonaten. Heuer griff der Tod viermal in unser e Reihen. 103
            
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