Nachdem die meisten zu die ser Akt ion hergeschafften Geschütze
wied er abgezogen waren , herrschte bald wieder der altgewohnte
Zustand im Stellungskrieg.
®tM ehrendes Schreiben.
Zum Gedenken!
In der Zeit von Februar bis November 1917 hatte ich als
Kommandant des Dolomitenabschnittes beiderseits des Col di
Lana—Monte Sief wiederholt Gelegenheit, das Bataillon in der
F a n e s - P r o g o i t e ° S t e l l u n g und die Feldwachen auf
den felsig en Hängen des Val lon bianco und Jl Falö zu besuchen
und mich von dem Kampfgeist und der strengen Pflichtauffassung
der Bregenzer zu übe rzeuge n, die alle Ange hör igen des Bataillons
bes eelte. Die Talsperre war musterhaft angelegt und entsprach taktisch
und technisc h allen Anforderungen anj eine Dauerstellung. Das
war umso bedeutungsvoller, als von dem Besitz der Fane s-Progo
ite-Stellung die Sicherheit der in das Travenanzestal vorgeschobenen
Hochgebirgskompagnien abhing. Mit dem Ver lust die ser
Stellung wäre auch das Schicksal des Travenanzestales und seiner
Besatzung besiegelt gewesen. Gestützt auf die starke Stellung und
die Verläßlichkeit der Bregenzer Standschützen, war es dem Brigadekommando
möglich, hier Trupp en zu sparen und die gefährdeten
Frontabschnitte am Col di Lana — Mte. Sief stärk er zu
besetzen. Die tapferen Bregenzer Standschützen haben sich im
letzten gro ßen Krie ge ihrer Vorfahren wür dig erwiesen, die im
Jahre 1809 unter dem kaiserlichen Generalkommisiär Anton Schneider
die gelieb te Heimat von, Feinde befreiten und die Franzosen
aus dem sc hönen Lande jagten.
Als im Novembe r 1917 nach der 12. Jsonzoschlacht endlich
die Stunde des Vormarsches nach Italien schlug, mag
so manchem Standschützen der Abschied von den treubehüteten und
mit vi elen Opfern verteidigten Fanes berg en schwer geworden sein.
Das Brigadekommando sah das tüc htige Bregenzer Standschützenbataillon
mit aufrichtigem Beda uern aus dem Verbände seiner
Truppen scheiden. Der Krieg ging wei ter und neue, harte Prüfungen
traten an die Bregenzer heran, die wie bisher in vorderster
Linie kämpften und bluteten. Gleich vielen and eren Standschützen 110