Im Eis des Ad amello
und der Prefanella.
Die Hrölle Vor» Pedrire.
In der zw eiten Hälfte Mai 1918 drü ckte der Feind südlich
des Tonale über die höc hsten Stell ungen vor. Der unwegsamste
Weg schien ihm der erf olgr eichste . And in der Tat nahmen die
Italiener am 24. Mai ohne ernstlichen Wider stand die Cima del
Cigolon (3040 ) und die Cima di Presena (3069). Nich tdeu tsche
Truppen dies es Absc hnit tes zeigten keinen harten Widerstandswillen
mehr, die Zersetzungserscheinungen des Heimatlandes unter
den Nationen mochten sich bereits ausgewirkt haben.
Die Vorarlberger Standschützen von Feld kirch und Bluden z
haben den Monticello geh alten und durch ihren tapferen Widerstand
den Einbruch des Feindes am Tonale aufgeha l ten. Die
Italiener versuchten gleichzeitig auch auf den Gletscherfeldern des
Adamello ihren An griff vorzut ragen, was aber dort zn erbitterten
Kämpfen in Eiska vern en und Eissappen am Corno di Cavento
und Lares füh rte.
Zur Abwe hr des feindlichen Vorstoßes über die Gletscher
wurde n rasch Hochgebirgstruppen in diese Berge verschoben und
dazu wurden auch wied er die Standschütze» herangezogen.
Am 30. Mai wurde unser Aufenthalt am Gar dasee jählings
abgebrochen, die südlichen Schönheiten des G ebietes von Arco und
Riva, die wir so begehrlich gek ostet hatten, mußten wir verla ssen
und wieder zu rück in die rauheste Ge bir gswelt; von der Mündung
der Sarca in den Gardasee wurden wir fast an ihren Arsprung
befohlen. Mit Feldbahn, Auto und Eilmarsc h ging's mit
einer Nächtigung in Alle Sa rche durchs Nendenatal nach Pin- zolo-Carisolo. 123