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Full text: Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg

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Ki nder und seines Bruders Sohn, Hugo, war von ihm als Staninihalter del 
Mo ntf o rt-Tettnang er Familie auserwählt; er vermachte daher im I. 1322 de msel­ 
ben 7000 Fl. auf das Schloß und Herrschaft zum Vora us, und vermocht e auch 
de ssen Brüder, Wolfgang und Johann, ihm im Jahre 1523 die Anwartschaft auf 
die Herrschaft Tettnang ganz abzutreten. Um diese Zeit ze igten sich die Vorboten 
des später im I. 1525 an mehreren Orten ausgebrochenen sog. Bauernaufstandes. 
Eine dumpfe Gährung und Unzufriede nheit herrschte unter den Land- und auch unter 
einem großen Theile der ärmeren Stä dtebe woh ner. Die auf dem Landmanne haf­ 
tenden Lasten, die Lelbeigenschaftsgefälle, Haupt- und Stcrbfälle, die Feld- und 
Jagdfrohnen, die unter verschiedenen Namen eingeführten Steu ern waren bei dem 
dam aligen Geldmangel groß, die ost nndernatürlichen Beschränkungen der persön­ 
lichen Freiheit sowie des Eigenthums drückend, das Benehmen einzelner vom Adel, - 
und selbst der Geistlichkeit, hart, fast grausam. Alles diese s, sowie das Beispiel 
der be nach barten Eidgenossen, welche mit belvaf fn erer Hand alle diese Fes seln gewalt­ 
sam zerrissen ha tten, der Hinblick auf den Bürger, besonders der Reichsstädt e, welche, 
wenn schon oft von ihrem patriz isc hen Magistrat gedrückt, sich doch eines weit freund­ 
licheren Looses als die Bauern erfreuten; das Gefühl feiner Kraft und se ines Ge­ 
wichts im Krieg e, welche namentlich der ober schwäblsche Landmann in den ita lieni­ 
schen Krieg en kennen lernte, wo er als Lands knecht und Söldner mit Au szeichnu ng 
diente, auch selbst die mißv erstande ne Lehre von der christlichen Freiheit und die 
Ausfälle auf die wirklich großtcntheils vielfach ausgeartelen Säkular-- und Klost er­ 
geistlichen, alles vereinigte sich, diese Unzuf riede nheit auf einen Grad zu steigern, 
die mit jedem Augenblic ke auszubrechen dro hte. Wohl beob achtete Gr. Johann mit 
seinem Neffe n sowie der ben achbarte höhere Adel diese bedrohenden Zeichen der Zeit, 
und wie wenig, um diese zu beschwören , sie auf die Hülfe des in Spanien verwei­ 
lenden Kaisers Karl V. zählen konnten. 
Die drei Jahre des im I. 1516 geschloss e nen Bundes waren vorüber; es ver­ 
einigten sich daher am Veitstag (15. Juny) 1520 nachstehende G rafen und Her ren 
zu einem neuen Bündnis se auf die vier folgenden Jahre, um sich und ihre Rec hte rc. 
gegenseitig zu schützen. Diese Herren waren, wie sie in der Urkun de benannt sind: 
„Hau g, Gr. zu Montfor t, Herr zu Bregenz, Christoph, Gr. zu Werdenberg und 
Heilkgenberg, Joh ann, Gr. zu Montfort und Rothenfels der ältere, Ulrich, Gr. 
zu Helfenstein, Friedrich, Gr. zu Fürstenberg, Landgraf in der Baar, Johannes, 
Graf zu Montfort-Nothen f e ls der jüngere, für uns und unsere Gebrüder Wolf gang 
und Höngen, auch G rafen zu Montfort und Rothenfelö, auch Jörg, Truchseß. 
Freiherrn zu Waldburg, als Vormünder und Gerhaben des Wolfg ang Franz 
Grafen zu Z ollern Kinder, Schwc ikhard von Gundelfingen, Frei h. Gottfried/ Gottfried/
	        
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