Skip to main content

Full text: Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg

204 
bigern ausgeworfenen Dep utate nicht zufrieden warew . Diese U nt erhandlungen 
führten endlich dahin, daß die Grafen beschlossen, nachdem die (Konservatoren der 
Familie, damals der Fürstbi schof Rodt von Konstanz und der Fürst von Fürsten­ 
berg, sowie Gr. Ludwig von Oettingen - Wallerstein Anfangs Aug ust 1779 ihre 
Einwil ligu ng gegeben, sich aller ihrer Besitzu nge n ganz zu entschlagen unb alles an 
Oestreic h zu überlass en. 
Der hier über gefertigte Entwurf ist vom 14. Aug ust 1779 und befindet sich 
in dem fürstl. Fürstenberg. Archiv zu Donauöschingen. 
Diese Urkunde fängt an: 
„So allge mein bekannt die üblen und zerr ütte ten Umstände unsers uralt grast. 
Hauses bereits aller Orten geworden, so anhaltend Ware die Reihe aller Gattung 
Ung lüc ksfäl len, die daßelb e seit vielen Jahren unaufhörlich verf olgt haben. Schon 
unser e Ahnen und Vorfahrer sahen durch Brand, Prozesse, sich genöthigt, in eine 
sehr bet rächtl iche Schuldenlast zu versenken, und nicht an derst als mit denselben 
außerordentlich beschwchrt traten wir von unse rm in Gott ruhenden Hrn. Vater die 
Herrschaft an; so daß wir un möglich mehr dar aus zu erschwingen im Standewaren, 
sondern in Ermangelung hinreichender Einkünften Uns standesmaßig aufzuführen" 
und zugleic h den zahl rei chen Creditoren Genüg e zu leiste n, immer noch tiefe r in 
Schulden geriethen und auf wiederholtes Andrin gen der Gläubiger in die Nothwen­ 
di gkeit versetz t worden sind, bei Ihrer Kon. Kaiserl. Maje stät die vorwaltenden In­ 
solvenzen anzuzeige n : 
„Nach allseitiger reifer Ueber legu ng, um sow ohl, wie eröstert er Creditorschaft 
zu dem Ihrigen verholf en, als auch unser e Betrangniße gemildert werden möchten, 
die leider! auf das höchste gestieg en, und nach bed ächtli chem langen Bedenken rc. 
ble ibt nichts übrig, als: 
1) Wir begeben uns andurch und tre ten ab an Jhro K. K. A. Majestät all er­ 
höchst Dero Erbthronfolgern und Nachkommen.......... „alle unsere Herrschaften und 
Güter , sie mögen eigenthümlich oder Reichslehe n seyn, als benanntlich die Graf- und 
Herrschaft Tettnang, die Herrschaft Langenargen, das Amt He m mighofen, das Rit­ 
tergut Schomburg น. s. w." 
2) Alles , was zu obigen gehört, alle Orte, Höfe rc., mit Ausnahme deö 
Oberhofs, welcher als Allod Von se iner Großm utte r, der Gräfin, geb. von Thun, 
dem Gr. Anton gehört; deß glei chen alle Armatur, Schlösser, Oekonomiehauser, 
ihre vorhandene Ausrüstung, Schütten, Kelle r mit Fässern rc. — Hier ist die 
Bitte bei gefügt, dm Grafen möchten die in den Schlössern Tettnang, Argen und 
Schomburg bef indliche n Mobilien, Maler eien, Bettgewand, Weißzeug rc., alles 
was nicht nagelfest ist. überlassen werden.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.