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len see ausmünden. Wenn schon das Klima rauh und winterlich ist, so besitzt dcis
Land doch einen Reichthum an seine n groß en Viehheerdcn, welche die Alpen bewei-I
den, an dem Ueberfluß an Waldungen und den einst berühmten Eisen werken zu
F'lins , Mals rc. Die Bewohner glichen von jeher den Gebirgsvölkern auch hierin,
daß sie im Gefü hle ihrer physi schen Kraft bei wenigen Bedürfnissen, deren Beftiedi-I
gung jedoch nur mit Mühe und schwerer Arbeit dem raul en Boden abg ewon nei,
werden kann, eine tief ein gewurzelt e Anhänglichkeit an das Althergebrachte, foirit
eine feurige Liebe für ihre Freiheit und ost mit ihrem Blute erworbenen Priv ileg ien
verbanden. Doch war nicht die ganze Landschaf t Sargans Eigenthum der Gr. tion
Werdenberg, sondern das uralte Kloster Pfäfferö , Ben.-Ord., schon im Sten
Jahrhundert (731) gesti f tet') und in derselben gelegen, befaß einen nicht unbe deu«
te nden Theil, besonders in und um Ragatz. Die Hauptorte von Sargans waren
das alte Schloß Sarg ans mir der Stadt gleichen Namens, und Wallenstadt , am
See gelegen. Gegen Norden lag die Grafschaft Werdenberg, welche westlich den
Nheinfluß begränzte, östlich wurde sie durch hohe Alpen (der Gambserruck, Grab-
serberg), von Toggenburg und Appenz ell geschieden, gegen Norden waren die Vk'
sitzungen der Frei h. von Sar. Fruchtbarer als Sargans, besonders wo deff ei
Gränzen den Rhein berührten, lag in ihrem Umfang e die Stadt Werdenberg mil
einem fes ten Schlosse, welches der Familie den Namen gab. Grabs mit der ältesten
Stammburg F ortifels oder Starkenburg, Wartan und Sevelen, in dessen Nähe dir
Burg Herrenberg stand.
Am nördlichsten lag die Herrschaft Rhein eck mit der Stad: dieses Namens UIÜ
dem Städtchen Altstetten mit dess en beide n Schlössern an dem fruchtbaren li nken Iw
des Rheins bis zu dessen Einm ündung in den Bodensee. Hier blühte Handel unlj
Gewerbe und Rheineck wette ifer te mit Bregenz um den Handel , welcher aus Jtalit»
nach Süddeutschland auf dem Bodensee getrieben wurde. Die westlichen Nachbarn
des Rheinthales jedo ch, durch eine Kette von Bergen geschieden, waren die Unte r
thanen des Klosters St. Gallen, theil s in de ssen unmittelbarem Ge biete, thei ls dic
welche die Landschaft App enzell bewohnten.
Alle diese Besitzungen lagen auf dem linken Rheinufer, und diese r Fluß trennt1
dieselben von den Besitzungen der Gr. v. Montfort, von Maienfeld und dem Brat'
tigau an bis nach Breg enz. Doch auch auf das rechte Ufer des Rheins erstreckt
sich die Besitzung e n der Werdenberger, indem ihnen später Vaduz, Bludenz,
meneck 2C.2) gehörten, dag egen aber auch obige Graf- und Herrschaften nicht ฟ่ *
l) Ei chhorn , Hist. Ep isc. Cur. p. 266.
2) Unter ihren spätern Erwerbungen durch Kauf und Heuratheu, wie sie ün Ver laust
der Geschichte vorkomme», waren die bedeuteudsteu die Besitzungen der Freihrl. v. Milden ' Milden '