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Full text: Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg

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Gr. Albrec ht immer höher, wozu seine innige Verbindung mit dem Kaiser Ludwi g 
und das Ansehen, in welchem er bei demselben st and, vieles be itrug. Eine Reihe 
von U rkunden deut en auf dieses Verhältniß, auf die Dienste, welche Albrecht dem 
Kaiser erwies, sowie auf die Gnade» , die ihm dafür zu Theil wurden, hin. Kai­ 
ser Ludwi g hatte denen von Sulzberg (dal. München, 18. Feb ruar 1341) den 
Reich skeln hof im Dorfe zu Thal bei Rhein egg mit dem Kircheusatze da selbst um 
200 M. S. verset zt. Denselben überläßt er nun um 300 M. S. dem Gr. Albrecht 
nach Urk. vom 15. Juni 1343 t). Eben so versetzte ihm Kaiser Ludwig, laut 
Urku nde, dat. Münche n, Sams tag vor Erasmitag 13472), Altstetten, welc hes 
wied er hergestellt wor den sein mußte. So ge langte Gr. Albrecht nicht nur wiede r 
zum Besit ze Rheineggs, sondern auch fast des ganzen Rheinthales, indem nur noch 
die Lehe nsleute von St. Gallen und das Kloster sel bst noch einige Güter das elbst be­ 
saßen. Auß er 
diesen Gü tern im Rheinthale erhie lt aber Gr. Albrecht noch andere 
Recht e vom Kaiser Ludwi g eing er äumt. Letzterer hatte, sowie er als Kaiser in 
Obers chwab en und dem Bodens ee anerkannt und seine Macht da selbst befestigt war, 
die Reichssteuern, Reichsvogteien rc., welche seil dem Kaiser Rudo lf I. größ tentheil s 
in den Händen der Habsburger waren, an sich gezogen. Da aber Kaiser Ludwi g 
immer auch mit Geldverlegenheiten zu kämpfen hatte und er der Hülfe des Adels, 
besond ers bei seinen Zerwürfniss en mit den Päbst en, bedurfte, so räumte er die Reichs­ 
steuern, Vogtrechte rc. in dieser Geg end solche n Männ ern ein, die ihm entweder 
Geld vorschossen, oder deren Hülse und Dienste er brauchte oder zu belohnen hatte. 
So kam es, dap Kaiser Lu dwig dem Gr. Rudolf von Werdenberg-Sargans, dem 
Truc hses sen von Dicßenhosin und an dern die Reichsstcner des Klosters St. Gallen, 
wel che 250 M. S. betrug, überließ. Eben so hatte er schon (1 327) f rüher dem 
Ul rich von Königsegg, dem er 300 M. S. schuldig war, die Reichsvogteircchte zu 
Appenzell, Hunlwy l, Trogen, Teufen, Wi tt enbach, Goßau und Herisau um 
100, die zu Trogen um weitere 200 M. S. überlass en. Nun wurde aber der 
Katz er dem Grafen Albrecht 300 Mk. Si lber schuldig für Di enste, welche letzterer 
Kais er in Bai ern geleistet hat te. Dafür überließ er ihm nun die Vogteien zu 
Appenzell, Huntwhl, Urnä sch, Teuf en, Rängersschwil und Rotmonten um 600 
ÄI|' S. 3) mit dem, daß er dem Ul rich von König sek die obigen schuldigen 300 M. 
Silber bezahle. Letzterer mußte sich mit den Vogtrec hten zu Trogen, Herisau und 
*M<1U begnügen. Auch die Reichsvogtrechte zu Bütschwil, Peterszell und Wald, 
’) Orig.-Urk. im Fürst l. Fürstenb. Archiv. S. Anh. Nr. 56 น. 57. 
2) S. Anhang Nr. 64. 
3) 19. März 1344, dat. München.
	        
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