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bülf dieses Anerbi eten, zahl te die verlangte Summe unb das Kloster blieb fünf Jahre
ohne Schirmvogt. Al lein der Abt fühlte selbst bald, wie bei den Stürm en dieser
Zeit, bei den immerwährenden Fehden des be nachb arten Adels unter sich das Kloster
mcht ohne einen Schirmvogt bestehe n und sein Eigent hum gegen die Ei ngriffe der
eigene n und fremden Leute beschützen könne. Abt Rl ldolf sah sich unter den benach
barten Edeln UM) von den Mä chtigeren wo llte er keinen zum Schirmvogt, weil er
wohl einsah, wie schwer diese sich in den Schranken der Ordnung und des Rechts
erhalten ließen; seine Wahl fiel daher auf den Heinrich von Wil d enberg, Herrn zu
Wart au und Freudenberg. Seine persönlichen Eigenschaften mögen ihn besonders
empfohlen ha ben. Er selbs t mußte einen ausführlichen Revers (1261) auöst ellen,
daß er keine Ansprüche auf Wartenstein oder an dere Klostergüter machen, keinen Le
henmann oder Unterthanen des Klosters vor sein Gericht ohne Vorwkssen und die
Zustimmung des Abts berufen, das Mayengericht gehörig abhalten, sich mit der
Hälf te der fallen den Bußen und Frevel n begnügen, die andere Hä lfte aber dem Klo
ster verabfolgen lasse n wolle น. s. w. Wirklic h entsprach auch der neue Schirmvogt
Heinrich anfänglich ganz der Erwartung des Abts und die Jahrbücher des Klosters
priesen seine guten Dienste hoch an, allein nach wenigen Jahren erh oben sich doch
wieder neue Klagen und Beschwerden, namentlich galt es wegen Abhaltung der
Mayen- und dann der Kriminalgerichte, unter deren Vorwan d der Schirmvogt
alle Händel UNO Streitigkeiten der Klosteruntergebenen an sich zog. Conrad, der
Bisch of von Chur, und Eberhard von Aspernwn t vermittelten (1276), alle in
erst int I. 1279 wurd en alle Anstän de durch den kaiserl. Landvogt, Gr. Hugo von
Werdenberg, dahin ausgetragen, daß die Kriminalfälle vor das Gericht des Schir m
vogtS gehör en solle n, da es dem Geist lichen nicht gezieme, Fälle verhandeln zu las
sen, wo es um daß Leben eines Menschen sich handle, auch die Mayengerichte feien
ausschließlich Sache des Schirmvogts, indem er bei denselben die Ste lle des Kaisers
und nicht des Abtes vertret e, da die Mayengerichte die Ste lle der alten Kaiser- oder
Herzogen-, auch spätere Gaugrafengerichte verträten und daher auch im Namen des
Kaisers und Reichs gehalten wurden^). Auch di eser Ver gleich glich nicht alle An-
1) Ost gingen die Schirmvögte noch weit er. Ein Vorfall zwisch en dem Abt Herr
mann von Schönstein zn Marienberg und dess en Schirmvogt Ulri ch von Matsch beweist
. diese s und verdient als Beitrag zur Sit teng e schichte di eser Zeit wohl hier angef ührt zu
werden. Letzterer hatte das Kloßer vielseiti g gedrückt, demse lben mehre re Güter und
Re chte entzogen und als Schirmvogt sich angeei gnet. Abt Herrmann, nachdem er alle
t Vorstellungen, jed och vergebens, gemacht hatte, rief die Hülfe des Grafen Otto von Tyrol ,
bei dem er sehr vieles galt, an und übert rug diese m die Schirmvogtei deö Klosters. Wie
diese s der alte Schirmvogt Ulri ch v. Mat sch er fuhr, nahn: er einige, zum Theil ausländisch e
Gesellen zu sich, überfi el den 26. Aug. 1304 Nack'ts das Kloster, raubte die Kostbarkeiten und und