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Full text: Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg

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1. Mai, dahin beigelegt wurde, daß die beiden Grafe n von Sarganö auf alle ihre 
Ansprüche an Wartenstein verzi chten mußten *). Vielleicht mochten die Stre itigke i­ 
ten, in welche Gr. Rudolf um diese Zeit mit dem Freih Heinrich von Rh äzuns 
verwickelt war, diesen zur Nach giebig keit und Beilegung der Fehde mit Pfäffers be­ 
wogen haben. Anlaß zu diesen Streitigkeiten gab das Erbe eines Edlen von Frei­ 
berg , welches beide Theile an sprach en. Die Rhä zuns und Werdenberger waren 
nahe verwa ndt und Gr. Rudolf nennt selbst obigen Heinrich von Rhä zuns seinen 
Onkel; dieses aber ver hinde rte nicht, daß beide Theile zu den Waffe n griffen, um 
ihr vermeint es Recht zu verfolgen. Dem Gr. Rud olf halfen sein Br uder Hartmann 
und ein E delknecht von Ehrenfels, dem Freih. Heinrich da gegen „Joha nnsen von 
Rietberg fry/' Nachdeiu beide Theile sich gegenseitig besc hädigt hatten, kam es bei 
Domlesch (1343)2) im Hin tern Rheinthale zu einem entscheidenden Gefechte. Es 
wurde hartnäckig bis in die Nacht gekämpf t und der Sieg neigt e sich auf Sei ten des 
Gr. Rudo lf, indem er seine beiden Hauptgegner, den Freih. von Rätzu ns und den 
von Ri etberg gefangen nahm. Al lein der letzteren Diener verlor en den Muth ni cht, 
überfielen in der folgenden Nacht den Gra fen Hartmann, welcher seinem Bruder 
Rudo lf zu Hülfe zog und nahmen ihn gefangen, eben so verjagten sie den von 
Ehr enfels und besetzten dessen Burg und Güter . Da nun auf diese Weise der Sieg 
unen ts chieden b lieb, beide Theile, der Verheerungen nulte, sich nach Frieden sehn­ 
ten, so traten der Abt Herr mann von Pfeffers und Hartmann, der Meier von 
Windek ins Mittel. Nach der Urkun de, welche der Gr. Rud olf zu Ortens tein am 
Freitag vor Jakobi 1343 nuyftellte3), sollte n beiderseitige Gefangene frei gege ben, 
dem von Ehre nfels seine Güter zurückgestellt werden, das Erbe des von Freiberg 
aber dem von Rhä zuns verbleiben. So wurde diese Fehde zwar bekgel egt, allein 
deßhalb hatte Gr. Rudolf keine Ruhe, auch an dem Kri ege der Visk onti zu Mailand 
mit den Bischöfen von Chur scheint er Theil genommen zu hab en, sowie an dem 
Krie ge des Herz. Albrecht von Oestreich mit der Stadt Zürich und den Eidgenossen. 
Graf Hans von Habsburg-Laufenburg, Herr zu Rapperswil und der Mark, 
hatte sich im I. 1349 mit noch einigen vom Adel, mit mehreren aus Zürich, durch 
den Bürgermeister Brun und feinen Anha ng, vor 14 Ja hren verbannten Bürgern, 
verbun den, um das alte Reg iment in Zürich wieder herzustellen. Den 24. Febr. 
1350 kamen die Verb ünd eten theils unter dem Vorwande eines Besuches, thei ls 
heimlich nach Zürich , um sich der Stadt zu bem ächtige n. Nahe der Ausführung, 
3) Eichhorn u. Cur. p. 285, น. d. Gr. Rever s in Cod. prob, sub 103. 
2) Tschudis Chronik, 1. Th. S. 368. — Ver gl. v. Müllers Geschichte der Schweiz, 
II. Bd. 5. Hauptst. 
3) S. Tschudis Chronik, 1. Th. S. 368.
	        
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