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Full text: Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg

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Arrn, Luzern, Solothurn, die Landleute ZU Schwy z, Uri, Unterwalken , Zug, 
Glarus und Surfte beiftehen und he lfen. 
Letztere Bestimmung des Kaisers rührte daher: die He rren und Landleute in 
m obern Theile Graubündtens hatte n unter sich im I. 1424 zu Trüns einen ewi­ 
gen Bund gesc hloffen *). Die Unterthane n dieser Gegend, welche in das Gebi et des 
Ar. Heinrich von Sargans gehörten, als die zu Lawenberg, Schlöwis, Tu sis, 
Heinzenberg und Tschappina schlossen sich diesem Bunde an. Da gegen erklärten sich 
ihre Herren, die Grafen Heinric h und Rud olf von Werdenberg, sei es, weil ste 
Ourch in ihren Herrschaftsrechten stch gekränkt glaubten2), oder weil sie aus dem 
ihrem Stamme ei genen Abneigung gegen alle dera rtigen Verbi ndun gen der Landleute 
waren und daher auch diesen nicht dulden wollten, welcher ihrer Willkü r und unbe­ 
schränkten Macht Gränzen setzte . Sie boten daher alles auf, wiewohl ver gebens, 
ihn Leute von diesem Bunde abzuhalten. Obige sowie die Bewohner Schams hatte n 
vielmehr die Streitigkeiten zwischen ihren Herre n und dem Bischof Joha nn benutz t 
(1418—143 1)3), wohl da mals von letzt erm hierzu ermuthi gt und unterstützt, um 
sich allem Gehorsam zu entziehen und eine freie und unabhängige Gemeinde ZU bi lden. 
Als daher nach obiger Entscheidung des Kaiser s die Grafen von Werdenberg die 
Hulvigung im Schamserthale einnehmen wollten, verrveigerten dess en Bewohner 
allen Gehorsam. Die Graf en wendeten sich nun an den Bischof zu Chur und die 
übrigen Her ren und Städte, welche der Kais er mit dem Vollzug seine s Spruches 
beauftragt hatte , allein nur der Bischof Johann von Chur nahm stch nun der Sache 
Nnstli ch an, entweder weil er ähnlichen Ungehorsam von seinen Leuten befürchtet e , 
oder weil er seine Achtun g vor den Befehlen des Kaisers beweisen und zugleich zeigen 
wollte, er habe sich wirklich und offen mit den Graf en von Sargans ausgesöhnr. 
Bischof Joha nn erließ daher den 12. November 1431 durch sein Kirchenger i cht ein 
Schreiben an alle Geistlichen der wide rspenstigen Gemeinde n, in welchem er befahl, 
alle, we lche sich weigerten, sich ihrem Herrn zu unt erwer werf en, in den Kir- 
chrnbann sollte n gethan werde n, dieser Bann sollte sich nach 15 Tagen auf ihre 
Weiber, Kinder, Hausgesinde und Beiwohner erstrecke n. Nach abermaligem Ver­ 
duft einer Frist von weitern 15 Tagen „sollten ste verbierben, daß N iemand stch 
lolch er Widerspmnigen und U n gehorsamen in Trank, Spiß, Markten, Maat en, 
Zaus ten und Verkäuffen, in Red, Für, Bad mit Inen ballen, auch daß solich 
') S. tz. 6, 11. Ab theilung. 
2) I. Nlr. v. Salkö gef. Nachrichten, rergl . Zschokkes Geschich te eer vrei Bünd e. 
* 103. 
J) Tschud i, ri. Th. S. 201,
	        
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