328
w orauf sie vor Freudenberg zogen und auch diese Feste belage rt en. Es gelang ihnen
auch, die da selbst befindlic hen östr. Söldner zu bestimmen, daß fast alle ve rräthe ri.
scher Weise die Feste verließen und so den Befehls haber zwangen, dieselbe zu über
geben (18. Mai), welche sodann ausgeplündcrt und niedergebrannt wurde . Zu
gl eich schlossen die Landleute von Sargans ein Bündniß mit dem grauen oder obern
Bunde in Graubünoten, welche r ha uptsächl ich gegen den Gr. Heinrich gerichtet war,
auch verkau ften sie die Güter rc., welche Oestreich in Sargans als Eigenthum besaß
oder ans prach. Gr. Heinrich, von allen Seiten bedroht, rief die Schwyzer und
Glar ner um Hülfe und Beistand an, da er sich zum Widerstände zu schwach fühlte.
Diese zogen auch wirklich aus und besetzten die Gränzen gegen Zürich. Die ganze
Nachbarschaft ge rieth in Aufregung, alle suchte n den wei tern Ausbruch eines Krieges
zu verhindern. Die Eidgenossen hielten einen Rechtstag in Luz ern und erließen am
Samstag vor R eminiscere 1437 einen Spruch brief; die Väter des da mals in Basel
versammelten Conzils vermittelten und bewir kten zu Basel den 18. Juni 1437 einen
Waffenstillstand zwisc hen dem Herzo g Friedrich d. ä. und der Stadt Zürich , welcher
bis den 11. November d. I. dauern und währenddem (den 25. Jull) ein Tag zur
friedlichen Vellegung des Krieges gehalten we rden sol lte, selbst Kaiser Sigismund
erließ von Eger den 6. Aug. 1437 einen Gebotbrief; ein Tag wurde nach Basel
ausgeschrieben, der sich aber (16. Okt. 1437) ohne Erf olg zerschlug. Nur mit
Mühe gelang es den neutralen Eidgenossen und dem Bischof He inrich von Konstanz,
ersteren einen Anstand zwisc hen Zürich und den Schwyzern und ihren Bundesgenos
sen bis auf den 3. Mai 1439, und letztern zwischen Zürich und dem Her zog Frie
drich bis auf den 25. Nov. d. I. 9 zu Stande zu bringen. Unterdes sen dauerten
die Nekereien von beiden Se iten fort, Herzog Friedrich verpfändete Gas ter und
Windel น. s. IV. an Sch wyz und Glarus 9' Letztere vermoc hten die Toggenbur-
gcr rc., mit ihnen in ein Landrecht und Verbindung gegen Züri ch zu tr eten, dage
gen die Züricher den Gastrern rc. und zum Theil den Schwyz ern den Kauf und Ver
kauf erschwerten und verbote n, wodu rch die Erb itte rung und der Unwill en von
beiden Se iten immer größer wurd e. Da mit dem 3. Mai 1439 der Waffe nstill
stand zwischen Zür ich und Schwyz zu Ende ging, so zogen beide Theile gegen ein-
9 Laut Urkun de von Zür ich vom 19. Maaz 1438 vermittelte Konrad, Bischof von
Konstanz, diesen Waffenstillstand. Wie ner Archiv.
2) Die VerpfändnngSnrkunve ist gegebe n zu Jnns pruck den 2. März 1438. Nach
derselben überläßt Herzog Friedrich d. a. für sich und seinen Sohn Sigi smund und seine
Vettern Albre cht, Friedrich d. j. und dem Kaiser Albrecht die Feste Windet mit Castel,
Wall enstadt , Wesen, Gastern rc. an den Amm ann und die Landleute zu Sch wyz und
Gla rus als Pfand für 3000 Fl. rhein. Tschudi, II. 260. 260.