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Als sich wegen einer Geldforderung St reit zwischen dem Gr. Eberh ard Don
Würtemberg und dem Gr. Otto von Hohenberg erh ob, schl ichtete denselben am Mitt
woch vor Simon und Juda 1367 Graf Eberhard von Werdenberg als Schieds-
richter^). Dam als war Gr. Eberhard östr. Haupt mann in Burga u, wie dann zu
Hall im Innthal, den 13. Dez. 1368 Herzog Leopold für sich und seinen Bru der
Albrecht bekennt, dem Gr. Eberhard von Werdenberg, Hauptmann in Burgau,
für dess en mit 20 Gewappneten geleistet e Dienste 2000 Fl. schuldig zu sein. (K. k.
geh. Ar chiv.) Später hielt sich Gr. Eberhard fast allein an Würtemberg und seinen
Vetter, den Gr. Eberhard den „Gränen und ließ sich von demselben bei dessen immer
währenden Fehden, Verhandlungen น. s. w. gebrauchen. Gr. Eberhard von Wer
denberg kon nte und mußte dieses auch um so eher thun, da seine Hauptbesitzung
Trochte lfingen eine Pfand s chaft von Würtemberg war und daher schon deßhalb unter
dem mächtigen Schutze dieses Hau ses stand, seine Herrschaft Aißlingen aber durch
die Umgebung des östr eic hischen und des bischöfl. augsburgischen Geb ietes Burgau
und Dillin gen geschützt war. Uebrigens wurden seine Dienste auch von Würtemberg
anerkannt und belohnt, wie dann des Gr. Eberh ard von Werdenberg Tochter,
Udilhild, und auch wahrscheinlich dess en Söhne, am Hofe Eberhards des Gräners
von Würtemberg erzo gen und ers terer bei ihrer Verehelichung mit dem Gr. Albrecht
von Löwenstein im Jahre 1369 von Gr. Eberhard von Würtemberg mit 3000 Fl
ausgesteuert tolirbe2). Gr. Eberhard von Werdenberg s elbst starb nach Crusius^)
den 27. Mai 1383. ( Seine Nachkommen s. ร. seq.)
Ganz anders war die Lage des Gr. He inrich von Werdenberg zu Albek, wel
cher, wenn er auch schon den besser n Theil der Herrschaften seines Vaters er halten
hatt e, die ser doch durch ihre Lage mehr gefährdet war. Auf der einen Seite lag
nämlich die damals so mäc htige und re iche Stadt Ulm, welche, als Haupt der sc hwä
bisch en Reichs städ te, alle die Krieg e und Fehden derselben mitz ukämp fen hatte und
daher auch die feind l ichen Heere in ihre Nähe zog. Auf der andern Seite gr änzten
Blaubeuren und Geißlingen an die Her rs chaften Albek und Langenau , welch e damals
den Graf en von Helfenstein gehörten, die, unruhig, kriegerisch und prachtliebend,
sich in alle Fehden der damaligen Zeit hineinzie h en ließrn. Hierzu kam, daß eS in
der Poli tik des damaligen Kaisers Karl IV. lag, die verschiedenen, gegen einander
ankämpfenden Ele mente, die stets rege Eifersucht der Fürs ten und des Adels gegen
die Städter und der letzter en gegen die ersteren dazu zu benutzen, um den einen durch
t) Stein hofer, Th. 11. S. 416.
2) Sattlers Geschichte der Gra fen von Würte m berg, Th. l. S. 196.
3) Er mms, Tb. I. S. 935.