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Full text: Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg

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In der vorgenommenen Theilung erhielt Graf Hans „bie Grafschaft zum heil. 
Berg mit der Pfandsc haft Scheitegk und Wiler im Allgow, die Pfandschafft Sigma­ 
ringen, Beringen und Lan gen ensling en, auch die Pfand s cha fften, die wir von den 
Renhartswiler haben zu Beringen, und die Herrschaff t Aißlingen, die do stat Acht- 
tusent Guldin (Vie da verpfändet ist), die mögen wir damit lösen und an uns ziehen ", 
dag egen verspricht Graf Hans nachstehende Schulden und Leibg edinge allein zu 
übernehmen: sei ner Frau 2552 fl., dem Hans Swelher 2000 fl., dem Konrad 
von Bubenhofen und Wernhern Schenk von Stauffenberg 1600 fl., dem Freiherrn 
Werner von Zimmer n 420 fl., dann das Leibgeding an seine n Brude r U lrich mit 
jäh rl. 200 fl. und das an die Wit twe Gr. Hugos, Agn es, geb. von Abensberg. 
Gr. Eberhard dagegen erhielt für seine n Antheil „Trochtelfingen, Salm andingen, 
Melchingen, Steinhülbcn , Megrichingen, Stetten, Erpfingen und Oberstetten. Item 
Zungnau, Schilt au, Jnneringen, Sro rt zingen, unbent und obern Schmihen, Neu­ 
rosen, P lattring en und Hohenekh." Hievon soll er seiner Mutter die auf die 
Steuer in Trochtelfingen ve rsich erten 110 U hlr. jährli ch bezahlen und eine Schuld 
von 100 hlr. an den Heiligen zu Salmandingen übernehmen. Weiter wurde 
fest gesetzt , daß jedem Theile auf den Fall eines Verkaufes der Vorkauf zustehe, dem 
Gr. Eberh ard das Jagen in den Heiligenberg. Forsten gestaltet, die Verleihung der 
Lehen dem ältesten (damals Gr. Hansen) gehören, jeder von ihnen eine Meßstistung 
für die Familie machen sollet) 
Am näm lichen Tage ve rzich tete die Mutter mit ihrer Tocht er und ihrem Sohne 
Ulrich zu Gunsten ihrer beiden übri gen Söhne, Hans und Eberhard, auf die ihr Don 
ihnen vermacht en 8000 fl. Ebe nso vertragen sich beide obbenannte Brüder (1451), 
daß wenn einer ohne männliche ebenbürtige Erben st erben sollte, die Her rs chaften dem 
überlebenden, oder dessen männ lichen Erben zufallen sollen mit der Verbindlichkeit, 
die Töcht er standesgemäß auszusteuern. Gr. Hans hatte bei dieser Theilung offen­ 
bar den ansehnlichern Theil erhalten, allein die auf ihn überwiesen en Lasten waren 
nicht unbedeutend, doch gelang es ihm, durch kluge Sparsamkeit die Schulden nach 
und nach zu bezahlen, wie er dann noch vor 1451 Aißlingen wieder gelöst und die 
Schuld an die von Swelher und Zimme rn nicht nur bezahlt hatte, sondern am 
Monta g vor Jakobi 14462) noch von Konrad Gremlich von Krauche nwies „das 
Aroß und Klein Stadelhofen bebe, und ouch die Vogtien zu Silfenstal, zu Wawten- 
rüwti und zu Krägenriet und darzn den Wald und die Holtz genannt die Grün wald 
mit Gerichten, Gewaltsamin, Zwingen, Penne n und darze alle Lüte, Hofe, Stück 
und Gütter, Nutz, Güllt e, recht, Dienst, geh?Oll beiten und Erhesftin", um 1600 fl. 
') S. Ach. Nr. 230. 231. 
*) S. Anh. Nr. 241.
	        
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