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des Johann a Jauua drucke», be rief den Erh. Radvlt, einen Augsburger, welcher in
Venedig eine berühmte Druckerei errichlet hatte (1486) nach Hau se, um ihn mit dem
Druc ke mehrerer Werke zu beschäftigen. Durch den berühmten Goldarbeiter Peter
Rimpfinger zu Augsburg ließ er einen silbernen Altar verser tigen, welcher 330
M. S. wog. Auch für das Zeitliche seine s Sti ftes sorgte er. Ihm verpf ändet e
Herzog Sigismund von Oestreich (1470) die Markgrafschaft Burgau um 52,000
Gvl dgul den, die er bis 1486 (sei nem Todesjahre) besaß, IN welchem Jahre ste durch
Georg den Reic hen, Herzo g von Baie rn eing elöst wurde. Er erkaufte von Georg
von Heimen hofe n (1477) die Burg Fluchenst e in mit Zugehör dc, den Weil er Bel
lenberg, die Vogtei zll Oberstorf rc. um 5800 fl. — Zum Best en der Seelsorge und
zur größere n Feier des Gottesdienstes begünstigte er die Stif tung mehrerer neuen
Kirchenstellen. So sorgte Bischof Johann für sein Bisthum, was ihn jedoch nicht
abhielt, an den Zeiterelgnissen Anthe il zu nehm en. Es gelang ihm, mir dem Bi
schöfe von Eichstädt den Frieden zwischen den Herzogen von Baiern und der Stadt
Augsburg (1470) zu befestigen, indem er eine Uebereinkunft wegen Besetzung des
Kirchenthurms, des Zolles bei Lechhausen, des Wildbanns, der Taren น. s. w.
zu Stande brachte. Bei dem Kaiser Friedrich stand er in großem Ansehen.!) Als
derselbe auf den 23. April 1473 einen Reichstag zu Aug sburg hi elt, wohnte er
mit seinem Sohne Mar in der bischöflichen Pfalz, die ihm der Bischof ganz einge
räumt hatte) ihm vertraute er bei se iner Abreise (nach Kham und von Ste tten) rc.
d iesen seine n Sohn alt) den Bischof Johann mit dessen Schwager, Jos. Nikolaus, Gr.
v. Zollern, schi ckte er als seine Gesandten an König Ludwi g XI. von Frankreich
(1480), um die wegen Burgund stch erhobenen Mlßhelligkeiten auszugleichen; dage
gen der Kaiser auch (1497) allen Fürsten und Reichsstädten rc. befahl, den Bis chof,
seine Stiftsleute und Unterthanen vor aller Geiv alt zu schützen. Eben so wurde er
auch von dem Pa pste Sirt IV. beg üns tigt, welcher ihm mehre re Geschäfte auftrug
und seine Anordnungen bestätigte, unter welchen eine von dem Dom kapitel getroff ene,
von ihm gutg ehci ßene Verfügung war (25. Febr. 147 4), daß kein Bürge r, auch
kein Bürgerssohn von Augsburg ferner in das Domkap itel ausgenom m en werde.
Zu Anfang des Jahres 1486 reiste Bischof Joh ann nach Frankfur t am Main zu
dem dahin ausgeschriebenen Reichstage, auf welchem es sich hauptsächlich um die
Wahl des Herzogs Mar zum römisch en König handelte. Daselbst erkrank te er und
•) Rach den Wie ner Jahrbüchern ggter Bd. vom Jahr 1842, Anzeigeblatt S- 9
soll Bischof Johann dem im I. 1459 gebo rncn K. Mar 1. am Charsamstag die feierliche
heil. Taufe ertheilt hab en. Die Stelle, aus einer ungedruckten Chroni k entnommen, he ißt:
„Kai. Mar geb. 1459 .... und getaufft an dem Ostertag , auff disen tag, Osterabend
ao Dni 1475. zu Tillinge n, bi (durc h) den erwird igo sten Bischoff zu Augsburg น-." น-."