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im Zürchergebiete inne gehabt zu haben, indem ein ige den Gr. Rudo lf berührende
Urkunden sich in Zürich noch vorfinden.l) Den 15. November 1490 er ging ein
Spruch zu Gunsten des Hochw. Wohlgeb. Hrn. Gr. Rudolf von Werdenberg. Um
diese Zeit, wohl einig e Jahre fr üher, wurde er Obristm eister des Johanniterordens
in deutschen Landen, die erste Ste lle dieses so hochgestellten Ordens in Deutschland.
Diese seine Beförderung geht aus mehreren Urkun den hervor.
Schon im Jahr 1490 kömmt Gr. Rudolf als Mei ster und LandeScomthur
vor, der sich damals zu Heitersheim im Breisgau aufhielt. Dieses er hellt aus einem
Streite, in welchen er mit der Stadt Basel in dies em Jahre verwickelt war. Graf
Rudolf lebte im Unfrieden mit Hans Heinrich von Baden, Rüter. Letzterer war
mit den beiden Bürgermeistern von Basel, Hans von Bereufels und Hartmann von
And lau zur Hochzeit einer Tochter des elftem geritten. Als er nun mit beid en Bür
germeis tern mit einem kleinen Gefolge nach Hause ritt, paßte ihm Gr. Rudolf, der
diese Heimfahrt ausgeknndschastet hatte, bei Grießheim am Rhein (zwischen Heite rs
heim und Altbre isach) mit 40 Reute rn auf und verl angte, als er auf die Gesellschaft
traf, die Auslieferung des von Vad en. Bei erfolgter Verw eige rung kam eS zu
Thätli chke iten. Einige der Baßler wurd en verw undet, einig e gef angen nach Heite rs
heim geführt. Die Basler wollt en diese ihrem Vorgesetzt en zugefügte Bele idigu ng
nicht ungeahndet lasse n, mit ihrem Banner zogen sie daher mit starker Heeresmacht
Heitershe im zu. Aber auch der österr. Landvogt im Breisgau hatte mit Unwillen
dieses Benehmen des Gr. Rud olf ausgenommen und das halbe Schloß zu Hei ters
heim be setzt. Die andere Hä lfte nahmen nun die Basler ein, plünderten und zer
störten al les, was sie vorfanden und zogen endlich nach erhaltener Genu gthuun g ab.2)
Urkundlich kommt Gr. Rud olf als Obristmeister das erstemal vor in einem
Spruch des Raths zu Zürich vom 6. Juli 1495, nach welchem im Namen des
Obristmeis te rs der Bruder Rudolfs, Gr. Heinrich von Werdenberg vorgeladen wird,
um einen Strei t zwische n dem Orden und den Neislaufern (schwe iz. Söldner die auf
ihre Rechn ung in fremde Kriegsdienste traten) zu schlichten. Ebe nso thäti gte Bruder
Rud olf, Gr. v. Wer denber g, St. Johanns Or dens Meister in deutschen Landen den
19. September 1496 einen Streit, auch nennt er stch selbst so in einer Urkun de dd.
*) Diese Notiz en sind aus der Geschichte des Johan niter -Ordens im Kanton Zür ich.
Handschrift von Felir Li ndiner, welche Kasp. Ulri ch Zellweger, der bek annte Verfasser der
Geschichte des Appenzeller Vol kes mir mitzn theilen die Güte hatte. In Wüdischwyl war
dam als Graf Hugo von Mont fort aus der Bregenzer Linie Comth ur.
2) Münste r Koomograpbic 111. Bd. 'S. 618.