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und de ssen Stell vert reter s ahmt en der b enachbarte Adel nach £), so daß das Kloster
tief verschuldet, und eines nicht unbedeutenden Th eils se iner Einkünfte und Güter
beraubt wurde. Abt Rumo, di eser ewigen Fehde müde, so wie der Vorwürfe ,
welche die Schuld derselben seiner Schwäche beilegten, bearbeitet durch den damaligen
Domprobst Friedrich zu Chur, dem Grafen von Montfort, legte den 4. Dezember
1281 seine abteilische Würde nieder . Das Kapitel des Stiftes wählte noch in
demselben Mona te, wahrscheinlich nach schon zuvor getroffener Abrede, den Wilhe lm
Grafen von Mont fort l 2). Die Persönlichkeit dieses Mannes , der in voller Blüthe
seines Alters, Kraft mit Muth und Sta ndhaft igk eit, Kennt niß der Geschäfte rc.
vereinigte, so wie der Umstand, daß seine Familie immer noch die mächtigste und
vielleicht die einzige war, die man in dies er Gegen d einem Kaise r Rudolf und der
um sich greifenden Gewal t der Habsburger entg egensetz en, der, wäre es anderst
mö glich, dem Ve rfalle nes Kloster s begegnen konnte; mochten die Wähler , sowie
einen großen Theil der adeligen Vasallen des Kloster s bestim mt haben, diese Wahl
zu treffen, welcher die vielen heim lichen Feinde der Habsburger ihren Be ifall
gaben.
l) Dieses beweist eine Urkunde des Archi vs zu St. Gallen vom 23. April 1280 zu
Norschach, nach welch er Abt Rumo bekennt, der Gegenabt Ulri ch von Güttingen, welche r
sich für einen Abt zu St. Gal len gehalten habe, habe den edlen Hugo von Werde nberg,
dem kaiserl. Landgraf, den Hof zu Butschwyl und das Städtchen Lic htenftei g, ers tern um
500, letzteres um 60 Mark Silber verpfändet. Er wolle nun aus Liebe zum Frieden
diese Verpf ändung bestätigt haben.
2) Joh. Vadian behauptet, Abt Wilhe lm habe die Regierung des Klosters schon im
I. 1279 übernommen, allein mit Unrecht, indem den 31. Augu st 1281 Abt Rumo, sein
Vorfahrer, noch eine Urkunde ausstellt. Erst in einer Urkun de Walters von Sar, eines
Konstanzer Klerikers, vom 5. Marz 1282, erscheint Wilhe lm zum erstenmal als Abt zu
St. Gallen. Neugart H. E. E. p. 1. I. II. Mspt. S. 374 Möglich, daß Wilhelm
schon unter dem Abte Runio die Ang elege nh eiten des Klosters ordnete und besorgte.
Schon diese, wo nicht offenbar fe indselige , doch jedenfalls zwe ideut igen Ge
sinnungen des Abtes Wilhelms gegen den Kaiser Rudolf, eine Folge des von letztern
den Wer denberge rn gegen die Montforte gelei ste ten Beistande s , mußten riese Wahl
dem Kais er unangenehm machen. Hiezu kam, daß Abt Wilhelm, um seinem Klo
ster aufzu helfen, sich und seinen Hofha lt sehr einschränkte ; die dadurch möglic h ge
machten Ersparungen zur Bezahlung der von seinen Vorfahren gemachten Schulden,
und Einlösung der verpfändeten Klostergüter, verwe ndete; und mit Liebe und
Strenge die Kloster-Vasallen und Unterthanen zur Erfüllung ihrer Dienstpflichten
gegen das Kloster anhi elt, und sich einen große n Anh ang unter dem Adel der Um
gegend vers chaff te. Um diese seine Absicht, die Schulden des Klosters abzutragen,