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Full text: Geschichte der Grafen von Montfort und von Werdenberg

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unser s liebe n Vrueders gefreyt und begnadet) Fre yen und begnaden Sy, Ihr Erben 
und Nachkhomen Ewiglich diser nachgeschribnen stuckhenn: Deß Ersten, daß wier sy 
Hi nfür nicht , noch nimmermehr hoher (teu ren und schä tzen sol len, dann daß sy Uns, 
in unnser Camm er alle Jahr, und jeden Jahrs insonder von jedem Pfundt Pfe nning 
oder Pfennings Werth, es sey ligendt oder fahr endt Guete, ain Pfenning alß daß 
würdet zue Steur geben sollen, und nit mehr, und soll ich Steur soll je im dritten 
Jahr auff den Aidt, so dann ein jeglicher darumben schworen soll, angelegt werd en, 
und ain jeglicher Burg er alles sein Guett ligendtö und fahrendts bey demselben Aidt 
schetzen, werten, und darlegen, als vil alß es werd ist ungefährlich, außgenommen 
. Hew, Straw, Harnasch, und was zue der Wehr ge hört ungefährlich. Und ob je­ 
mandt zue Tettnang Guet auß der Steur khanffte oder Erbte, und der nit Burger 
wer, Er seß in unnser Statt Tett nang oder davor, wa daß were, derselbe soll mit 
demselben Guet uns und unser Statt mitsteu ren, und allen and ern fachen anhangen 
oder mit jedem Thail umb sein fach sonst mit guetem Wil len abkhommen dari nne 
. wier auch die obgenannten unser Burger an Ihren fac hen nit tr engen, oder Irren 
sollen ungefährlich. Deßgleichen wer in der obgenandten unser Statt werbe n, 
schenkhen, Handrwerkh oder Kaufmanschafft treiben wollen, wer der Were niemandt 
außges chl oßen, der soll auch mit steuren und ander n fachen Uns und unser Statt 
anhangen, wie obstet, doch Uns an dem Umbgelt und ob wier zue Ze itten Baan wem 
schenkhen unschädl ich. Es sollen auch sollich steur allwegen angel egt werd en, durch 
ainen Rath zue Tettnang int Beywesen unser Amptleuth, die wier darzue schickhen, 
unb soll uns allwege n und jeden Jahrs insonder ain jeder Burgermayster, welcher 
dann zue denselben Burger Mai ster ist, die ste ur, sovil der würdet, alß von jedem 
Pfundt Pfe nning, so nder ain Pfenning unb nicht mehr zue unnsern Handen ant­ 
wurten und geben, zwischen Sant Martins Tag und unser liebe n Frawen tag zue 
Liechtmeß. Mehr thuen wier Ihnen die Freihait und Gnad, daß wier sy nit fa llen, 
noch Hauptrecht von Ihn nemmen sollen. Deßgleichen khein Faßnachthuen, und 
alßdann ain Herrschafft von Mondtfort Recht hat die Ihren zue Tettnang ze Erbe n, 
da geben wier Ihnen die Freyhait und Recht daß sy NUN hinfüro Ewigl ich ainander 
biß in die neundte syppte Erben sollen , ohne Ei ntrag und Irrung unter und menig- 
lichs von Unsertwegen, doch nicht weitter dann under de nen, die in die Herrschaf ft 
von Mondtfort gehören, dann Sie ausserhalb der Herrschafft Niemandt Erben soll. 
Und noch mehr thuen wier Ihnen die Gnad, daß sie Unß khain Käßgelt von ihren 
Trogschweinen die sie in ihren Heuffer n erziehen dt, oder ob ain Burger drey oder 
vier Schweine khauffe, nimmermehr geben sollen Füro fre yen wier sie also, daß wier 
kheinen Burger von Tettnang in Feckhnuß nit legen solle n, wann ainer völlig tro- 
stung zue dem Rechten thuen mag, doch außgenommen umb une hrlich fachen unge­ 
fährlich. Wier begnaden und freyen Sy auch, daß sy ทนท hin für ewiglich bei Ihren
	        
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