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Friedrichs ben sie als ben rechtmässigen Kaiser a nerkannte n. Dafür würbe ihnen
aber auch reichlicher Lohn zugesichcrt' Herzog Leo pold und Heinric h von Oesterreich,
die Brüder Kaiser Friedrichs, verschrieben im I. 1315 dein Grafe n Rudolf, da
mals Domprobst in Chur, seinen Bruderssöhnen, so wie belli Graf Haug von Bre
genz ihrem Ve tter, die damals bedeutende Summe von 700 Mrk. Silb er auf die
Stadt Mengen, mit dem daß sie jährlich 70 Mrk. Silber von d ieser Stadt erheben,
der Uebe rschuß an Zin sen der 700 Mrk. S. ihnen für ihre Dienst e gegen den König
udwig von Baiern , so lange der Krieg dauert, und dann bis zur Auslösung ge
hören sollte. Die Urkunde ist am lezten Sonntag August 1315 im Felde vor Augs
burg ausgestellt 1). Auch die Hülfe des Gr. Wil helmsund der andern Famil ienglieder
wurde erkauft. (ร. unten ร. 5 b). Aber sei es daß die dargebo tene n Sum men
der Habgie r nicht gen ügten, indem die Gegenpartei, die Parte i des K. Ludwigs näm
lich, rekchlichern Lohn verspr ach, sei es daß die tief eingewurzelte Fei ndschaft der Mont
forte , hervorgerufen durch die frühern Fehde n, zwischen ihnen und den Haböburgern,
welche gewissermaßen nur gewaltsam unterdrückt waren, bei di esem Anlasse wiede r neu
cmporlodertm, die Graf en von Mont fort zu Bregenz und Tettnang verließen die
Partei der Hab sburg -Oest r. Fürsten und ergriffen die Pa rtei des K. Ludwig des
Baier n, nur die Grafen von Montfort-Feldkirch blieben derselben, wenigstens
noch einstw eilen getreu, weil ihr Haupt Rudolf der Domprob st es entweder in
seinem Interesse als Geis tlic her angemessen fand, oder es als Gewissenssache ansah,
gegen den K. Ludwig zu kämpfen, den die Päpste als ihren und der Religion
Fe inde bezeichnet hatten. Wirklich ließ auch der Papst (Johann XXII.) diese treue
Anhänglichkeit des Grafen Rud olf nicht unbklohnt. Frühe schon wurde derselbe
Domprobst in Chur, in welcher Eigenschaft er im I. 1310 schon seinen alten Bi
schof Seyfried nach Züric h, woselbst K. Heinrich VII. sein Hofl ager hatt e, begl eitete,
und in de ssen Namen Rudolf alle Geschäfte des Bisthums Chur besorgte.3) Schon
lin J. 1310 und 1311 nennt er sich „Gra uf Rudolff von Montfor t, Domprob st und
Pfleger zu Chur". Durch päpstliche Verwendung und Fürsorge wurde Rud olf im
I. 1319 Bischof zu Konstanz^) behielt aber die Stelle eines Domprobste s in Chur
bei. In letzterer E igenschaft zog er die stmmtliche Verwaltung des BisthumS Chur an
sich; da der zwar from me, aber mit den Geschäften we niger vertraute Bischof Seyfried
besonders bei seine m hohen Alter nicht nur um alles Zeitliche sich wenig bekümmerte,
I) S. Anh. Nr. 2d.
2) Eichhorn Ulst. Episc. Curicn. pag. 101 — 104.
3) S. obige Urkunde aus dem Konst. Stadtarch. Any. Nr. 19. und 20
*) Bischof Rudolfs Vorführer im Bl'sthum, Gerh ard, war nämlich den 14. Sepleinber
1318 gestorbe n. Einige nenn en ihn Eberhard von Benar. Benar.