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Werde nbcrg geloben, die von Graf en Hugo in Händen habenden Bri efe an Graf
Rudolf ausfolgen zu lassen (W ien. Arch. Urkunde). Dabei aber sc heinen doch alle
Feindseligkeiten schon früher aufgehört, und sie untere inander in persönlich freund
li chen V erh ältnissen gelebt zu habe n, indem mit dem Gr. Rudolf von Mont fort-
Feldkirch dem jungem im I. 1368 und dem Grafen Wil helm und Heinric h von
Montfort-T ettnang Graf Hugo von Werdenberg und an dern, den Herzog Leopold
von Oestreich ver eint vermo chte n, den Fhr. von Ende oder Enne, das Burglehen
die Feste Grimmenstein wied er zurüc kzuge ben, welche im I. 1363 Her zog Friedrich
v. Tek, als östreichischer Landvogt und Hauptmann, für Oestreich erobert hatte *).
Das Oest. Haus, welches im Besitze von Tyrol war, scheint es sich übrigens
zur besondern Angelegenheit gemacht zu haben, neue Besitzungen in die ser Gegend
und Graubünden zu erwerben, wohl zur Sicherung seiner alten Stammgüter in der
Schweiz, indem sie dieselb en in eine näh ere Verbindung mit ihren Hau p tländern
Oestreich und Tyrol brachten. Schon im I. 1337 hat ten Albrech t und Otto, die
Herzogen von Oestreich , die Feste Marschl in von dem Bis chof Ulrich zu Cbur, als
Lehen erhalten, nun (1363) kau fte Herzog Leopold Neuburg, und wie wir hören
werd en, wurd en Feldkirch, Brege nz und das ganze Voralberg, und der größt e
Theil der Werden bergischen Besitzungen von den östr. Für sten später erworben.
Noch vor geendigter Fehde trat Graf Rud olf von Feldkirc h im I. 1360 mit seine n
Söh nen in die Dienste Herzogs Leo pold von Oestreich gegen einen Sold von 100
Mrk. S. Ein Beweis des Verfalls einer Familie, die noch vor kurzer Zeit die
hochaufstrebende Macht des Habsburger Oestr. Hauses bekämpf t hatte .
Aber auch dem Aussterben seiner zahlreichen Familie mußte Gr. Rudolf entgegen
sehen. Sein ältester Sohn Berthold u. dessen die Urkunden fast nie erwähnen, starb
um das Jahr I8602), ohne Erben. Rudolfs zweiter Sohn, Ul rich III. war zwar
zwar mit Johanna, einer Tochter des Hauses Carrara in Padua, verehelicht0)
hatte aber gleichfalls keine männlichen Erben, als er zu Anfang des Jahrs 1367
star b.
1) I. K. Zellwegers Geschichte des Appenzell e r Volkes I. Theil S. 192.
2) Eini ge Autoren geben den 20. August 1358 als den Todestag des G rafen Bcr-'
thold an. Alle in da er noch in der Urkunde von 1360 vo rkömmt, so muß sein Tod erst
in diesem Jahre, oder gar noch später erfolgt sein.
3) Diese Verehelichung gescha h erst im Jahr 1363, wenigstens heißt es in der HauS'
chronik: 1362 am Pfingstag, kam Graf Ulri chs Frau, Schwester des Her zogs v. Padua
nach Fel dkirch, und brachte ihm 6000 fl. und an Kleinodien 4000 ff. Werth, zur Aus'
steuer mit