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Full text: Die Bergnamen Vorarlbergs

1783 Rogg eJ Sp., beide vom romanischen vocca, roccola, Fels, 
Spitze und Gi pfel wie piz, cima, culmen und cum en. 
Kojen B., 1631 m, oder Frastanzer Sand mit der Saroja- oder 
Sarüenalpe, auch yinterälpele im Unters chied vom vor dern oder 
fimerlug-flmeilügen. 1603 und 1414 Sareu, wohl zu Reu, Roja, 
von rovina Erdrutsch Rüfe, was gut stimmt . 
Kohnspitz, 2495 m, nördlich von Klösterle im Ulostertal. Wal- 
tenberger schreibt gar Romspitze. Das Wort ist wohl aus Rone, 
gefällter Baum, Baumstrunk zu erklären. 1610 wurde hinter einem 
Ronen zu Guggais ein Hirsch gefunden, 1515/16 heißt es, saßen alle 
drei Wa lser in der filpe Garsel li im Saminatal auf einem Ronen. 
Ronen ist auch eine Parzelle von filbersch wend e, Roner schon 1363 
ein Bürgername zu Brege nz und heute noch Ges chlecht sname in Vor­ 
arlber g. 
Saladino Sp., 2232 m, im Mostertal, nördlich von Dalaas, 
Salaöina Mähder im Garneratal der Gemeinde Gaschurn Das 
Wort Salz, late inisch sal, sa lata Gesalzenes, salatina terra eine 
Gegend, wo eine Salzlacke oder Sulz sich befindet oder Salz für die 
Giere ges treut wird, daher auch Sulzberg, Sulzf luh usw. Das Mon­ 
tafon war besonders reich an Salpeter. 
Sareiser Joch oder Grat, 1954 IN, Uebergang von St. Roch us 
in der Gamperdona filpe ins lie chtens teini sche Malbuntal. 1783 
Ser ris grad, 1610 bis 1616 Serrisgradt, 1515 Serratzgr at, von la­ 
teinisch serra Säge, also S ä g e n j o ch oder Grat! es wird ein 
rau hes Gebirge genan nt. In den Guxer Ferne rn ist eine Säg en­ 
wand mit Sä genwandspi tze n. Die Verkleiner ung lautet ser rula, 
hievon tr agen die wundervolle Seri es im Süden von Innsbruck unö 
der Sarlkofel im pustertale die Benenun g. Eine and ere Verkleine­ 
rung ist serratula, Scharte, woher vielleic ht der nächste name. 
Sarotlst Sp., 2559 IN, südlich von Gschagguns an der Schweizer­ 
grenze. Eine obere und unter e Sarot la filpe" liegt im Brandnertal , 
1716 wird eine Sarottla filpe, öem Kloster Dalöuna gehörig, 1436 
Scharotlen geschrieben, im Großen Walsertal erwähnt. Die Spitze 
heißt 1783 unö 1610 auch Sarotl a unö Sarottl a. wenn es keine 
Sägens pitze oöer Schartenspitze aus serratula beöe uten soll, 
könnte es ein h ü 11 e n s p i tz sein, nämlich aus öeutschem Vor wort 
sar, zar, zur unö romanisch atia. aöola unö acla aus accola, ein Gut, 
filpengut, hüttengut. 
Schiissaplana, 2969 IN, öie Königin öes Rätikons, öer berühm­ 
teste, begangenste unö vielleic ht auch aussichts reichste Gipfel öes 
S anöes mit öer Douglaßhlltte auf öer ein en, öer Str a ßburger Hütte 
auf öer anöer en Seite, heute ist öiese r Ilame allein volls t anöig 
öurchgeörungen, aber öie Schreibung Scesapla na nicht am Platze. 
Diese italienische Form kennt öas Lanövolk nicht, sie wuröe von 
Gelehrtenseite eingefllhrt . Die Branö ner als nächste Anwohner 
sagen Sessaplana. Bergmann in sein er Sanöeskunöe von 1868 hat 
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