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Full text: Vorarlberger an in- und ausländischen Hochschulen : vom Ausgange des XIII. bis zur Mitte des XVII. Jahrhunderts

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versitäts st udien w ählte er die Hochschule von Graz, wohin er sich mit 
s einen Brüdern Dionysi us und Aloysius im O ktober 1647 begab, stu­ 
dierte hier 16 47/48 die Logik, 1648/ 49 die Physik , 1 649/50 die Meta­ 
physik. Nach Vollendung der Philoso phie erbat er sich die Aufnahm e 
in die Gese llsc haft Jesu und trat am 10. F ebruar 1651 in das Noviziat 
zu Landsberg. Die theologischen Studien vollendete er als Je suit in 
einem vierjährigen Kurse zu Ingolstadt (1657—1661). 
5. Studierende aus reli giösen Orde n. 
Klosterschulen. 
Außer Landes erhielten auch jene Söhne Vor a rlbergs ihre weitere 
Ausbildung, welche sich religiösen Genossenschaften anschlossen. Ihre 
Zahl ist nicht unbeträchtlich. Währ end die j ungen Ordensleute ur­ 
sprünglich in ihren Klosterschulen die ges amte geistige Ausbildun g 
erhielten, hörten sie bei dem A ufblühen der Universitäten die Vor­ 
lesungen über Theol ogie vielfach an den Universitäte n. „Auch die 
Benedi ktiner, die Cist erzi enser, die Augustiner-Chorherren, die Domini ­ 
kaner und Franziskaner sandten strebsame Mitglieder ihrer Orden zu 
weiteren Stu dien an die Hochschulen, wo sie wohl auch für sie be­ 
sondere Kollegien gründeten. . . . Ihre Klö ster in den U niver sitäts­ 
städten wurden dann leicht besondere Mittelpunkt e gelehrter Tätigkeit 
im großen Zusammenhänge der Hochschulen“ ’)• A ndere, welche eigene 
Häuser in den Universitätsstädten besaßen, li eßen ihre jungen Ordens­ 
leute die Vorlesungen bei den Ordenslehrern hören, aber an den ö ffent­ 
lichen Disputationen und Akten der Univer sität te i lnehmenl) 2. So weit 
sich in der Matrikel Anga ben über Orden und Klöste r finden, sehen 
wir, daß alle Orden an der Univers i tät vertreten ware n. Jeden falls 
läßt die Anzahl der vor der Reformation in Leipzig studierenden 
Klosterbrüder ke inen ungünstigen Schl uß auf die wissenschaftlichen 
Stu dien der mitt eldeutsc hen Klöste r zu3). In Dillingen wohnten die 
Studieren den der verschiedenen religiösen Orden mit wenigen Aus­ 
nahme n im Konvikt und gehörten sowohl der Akademie wie dem 
Gymnasium an. Im Jahre 1607 befanden sich im Konvikt unter den 
250 Konv iktoren 107 Ordensangehörige aus 40 Klös tern, darunter 
zwei Dominikaner aus Wien. Das war noch nicht die höchste Zahl. 
1609 lebte n darin 130 Religiös en aus 46 Klö stern, 1612: 157 aus 
41 Klöste rn 4). Um diese Zeit wurden sie nach Ableg ung der Profeß 
l) Käm mel, Geschichte d. deutsch. Unterrichtswesens, ร. 148 f. 
2) Vgl. G. Kaufmann , Die Geschichte der deutsch. Un ivers. II. Bd., ร. 214 ff. 
8) Erler a. a. 0. I p. XL11I. 
*) Specht, Geschichte der Universität Dillingen, ร. 414 f.
	        
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