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würde, möchte man ihm nach „Gestaltsame” der Sachen wohl willfahre
n.1)
All das veranlaßte Graf Karl Friedrich von Hohe nems, einmal
se inem gepreßten Herzen Erleichterung zu verschaffen und mit einer
Offenheit sondergleichen den He rren in Innsbruck und damit auch
dem Erzhau se Österreich einmal gründ lich die Wahrheit zu sagen und
das Verhältnis Österr eic hs zu Ems einer eingehenderen Würdigu ng
zu unterziehen, die uns ein leben diges Bild der ang edeutet en emsischen
Lage von damal s vermitte lt. 2)
Aus des Rent meis ters Bericht entnimmt er mit Befremden, daß
ihm die sein em Sohne in französische Dienst e zu gehen gegebene Erlaubnis
mißdeutet werden wo lle.
Graf Karl Friedrich erinnert die hochverständigen Herre n an die
Bestimmungen des westfälischen Friedens, wona ch allen Reichsständen,
also auch ihm und den Sei nigen erlaubt war, Frankreich oder auch
Spa nien außerhalb des Röm. Reiches Hilfe zu leisten3) und an den 16.
Artikel der Wahlkapitulation Kais er Leopolds, der es keinem Reichsstand
verbiete, sich bei Auswär t igen in Kriegsdienst zu begeben und
einz ulassen , soweit dieser nicht wider das Reich oder einen Stand dessel
ben anges ehen wer den kö nne. Er sehe darum auch nicht ein, weshalb
ihm die Ausübung sei nes ihm zus tehen den Recht es ve rübelt we rde,
zumal derzeit zwischen dem Röm. Reich und dem König von Frankreich
keinerlei Feindseligkeiten bestünden 4) und diese Dienst e keinem Reichs1)
Ko nzept eines Berichtes der O.-Ö. Regierung an den Kaiser vorn 18. Novembe
r 1671. Leop. Litt. H. Nr. 26.
2) Schreiben Karl Friedrichs an die O.-Ö. Regierung in Innsbruck vom
17. November 1671. Leop. Litt. H. Nr. 26.
3) F rieden von Münster : Instrum ent um pacis caesareo gall icum § 3. Et
ut eo sincerior — ad finem : singulis St atibus liberum sit, huic ill ive Regno
extra Im perii lim ites suppetias ferre, non tarnen aliter, quain se cundum Imperii
Constitut ione s . Zeumer, Quel lensammlun g zur Geschichte der deutschen
Reichsverfassung 2. Aufl. Nr. 198, $. 435.
4) Noch eben erst am 1. Nov. 1671 war ein gehei mer Neutralitätsvertrag
zwischen dem Reich und Frankreich zur Aufrechterhaltung des westfälischen
und Aa chener Friedens errichtet worden, worin der Kaiser versprac h, sich in
keinen Krieg zu mi schen, der außerhalb des spanisc hen und deutschen Reiches
geführt würde, und den von Fran kreich angegriffenen Mächten nicht ande rs
als durch freundschaftliche Ver mittlun g beizustehen (Fr an kreich rüst ete damals
zu einem Krieg gegen die Niederlande, der 1672 eröffnet wurde). Vergl.
Redlich, Gesch . Österreichs VI. Bd., S. 134.