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treffen auch für den Lustenauer Königsh of zu. Auch er hebt sich in
der Lustenauer Dorfflur als ein große r Gut sbest and ab, in sein er Aussta
ttung mit Grundstücken und Rechten durch zahlreiche, wichtig e
Besonderheiten ausgezeichnet.
Seine bevorrechtete Stellung äußert sich schon darin, daß er einfach
als der Hof zu Lustenau in den Ur baren und Urkunden ers cheint.
Der Zube hör dies es Hofes an Äc kern und Wiesen ist auch in Lustenau
von den and ern Gütern deutlich unterschieden. Sie heben sich von
den schmalen Bauer ng ütern durch ihren Umfa ng, besonde rs durch ihre
un gleich größere Breit e ab.
Auch in Lustenau gibt es die charakteristischen Breiten, vers chieden
beze ichnet als die Brait e schle chtweg , als Heltz breite und Mü hlbre ite,
eine von diese n auch üs sere (äußere) Brait e genann t. Auch ein Hofacker
ist zu finden. Für Brül- oder Fronwiese ist in Lustenau die
Bez eic hnung Grundwies üblich.1)
Aus den Ur baren können wir den Auflösungsprozeß des Lustenauer
Herren gu tes — des früh eren Krongutes, deutlich verfolg en. Die Herauslösu
ng und Ausscheidung kleinerer Stücke aus den großen Hofäckern,
den Braiten, kann aus den unter dem Strich ang eführ ten Beispielen
l eicht entnommen werden.
1) Original-Urbar*) Mark Sittichs I. von Ems von ca. 1530, der den Hof
Lusten au 1526 en dgiltig von den Werdenbergern als Eigen erworben hat, und
Haupturbar Graf Kaspars von Hohenems von 1613, Archiv Hohenems. Einige
Beispiele aus dem Urbar von 1530:
Me ain juchart in der Brayten, stost an der Geserhof (Hof zum Stal den)
und an des Wetzelsbünd und zu zweien sidten an mins herr en gut.
Me ain äckerlin in der Braiten, stost an des Wetz elspünt und an stalden,
zu zwe ien siten an mins herrn aigen guot, ist die ai gensc haft mins herren. —
Item ab 3 juchart acker in der Braiten gelegen, ebenfalls zu zweie n sidten
an mins herr en aigen gut.
Item ab einer juchart acker stoßt an des Wetzelspünt, zum and ern an Heltzbraite
und zu zwe ien sidten an mins herr en gut, ist die ai gensc haft mins herren. —
Me ein vierten teil einer jucha rt, liegt in der Braiten, stoßt an beiden
sidten an mins her ren gut. — —
Me ain dritt eil der Gruntwies. — Item ain sechster tail in der Grun twies.
— Me in der Gruntwies den sechsten tail u. s. f.
Aus dem Urbar von 1613: aus vier jucharten in der Bün dt, genannt Braytte,
4 Pfd. 1 Sch.
Aus der üsseren Bra ytte zu Lustnau. — Ab dem guet, genannt der Hofacker.
— Ab einem acker in der Mühlb raite .
*) inzw ischen veröffentlic ht in Heima t, V o rarlberger Monatshefte, 11. Jahrg ., Sonderheft Lust enau
(3. und 4. Heft) .