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ver trag vom 17. Novembe r 1789 mit Österreich. In diesem Vertrag ließ
Österreich bezeich nen derweise keine n Art ikel zu, der die von Öster reich
als Reichsgraf von Hohenems behauptete Vertretung des Reichshofes
bei Reich und Kreis näher präzis iert hätte , — außer dem vorsichtig
ausgesprochenen allge meinen Satz, daß die Kollektation von Lustenau
unstreitig zum Reiche gehe. Nicht ein Wort von einem diesbezüglichen
Vorbehalt ist in den Vertrags text hine ingek ommen .
Österreich wich einer solc hen Formulierung gefliss entlic h aus, so
oft die gräflichen Beamte n während der Ve rgleic hsver ha ndlungen auf
diesen Punkt zu sprechen komme n wollten. In der endgiltigen höchste n
.Resolutio n vom 23. Feber 1789, die zur Schlußredaktion des Vertrages
die letzten Weisungen gab, war ausdrücklich angeordnet worden , daß
bei den Verhandlungen mit der Gr äfin von Harrach „gar keine Einmengu
ng des Reichs - oder schwäbis chen Kr eises gesch ehen solle”.
Den bei den ersten Vergleichverhandlungen am 10. Dezember 1788 zu
Bregenz von den gräflichen Bevollmächtigten aufg estell ten Forderungen
nach gesonderte r unmit telbare r Abführung der reichshöfischen Reichs
Kr eis- und Kollegialanlagen1) an die betreffenden Kreis behörd en sowie
nach abs chrift licher Mitteilung der Kreisbeschlüsse durch den österr.
St immvertrete r an die grä flichen Beamten wurde zwar durch die gleiche
Resolution ohne weiteres entsprochen; auf das dri tte Verlangen, zu
den Versammlungen des schwäbischen Kre ises in Angelegenheiten, wo
Lustenau ein Partikularinteresse haben dürfte (Marsch, — Zuchthaus, —
Straßensicherheit) einen eigen en De put ierten abschicken zu dürfe n
(vergl. oben S. 227), wurde indes die höchst e Weisu ng erteilt, es könne
der Frau Grä fin der Antrag gemacht werden, daß man das Interesse
von Lustenau bei dem schwäbischen Kre ise durch den österre ichisc hhohenemsischen
Sti mmfü hrer vertreten las sen wolle; auf den Fall aber,
daß sie sich hiebei nicht beruhigen würde, wäre sich dies eits hierwegen
nicht we iters einzulassen, sondern die Gräfin hätte bei dem Kre ise
hierwegen selbst die nöt igen Vorstellungen zu mache n, — jed och mit
dem ausd rückl ichen Beding e, „daß andurc h das dem Erz haus wegen
der Herrschaft Hohene ms zustehe nde S timm- und Sitzungsrecht bei
dem schwä b ischen Kre ise und dem gräflichen Kollegium auf keine Art
1) Unter österr. Herr schaft mußten die lust enauis chen Betre ffniss e an
das Bregenzer Rentamt eingeliefert werden , das dann das Weitere selbst be sorg te.