Schwaben erlaubt, an das Klost er St. Luzi bei Chur Schenkungen
mache n zu dürfen.1)
In die Zeit Philipps von Schwaben fällt berei ts der Übergang der
herzog lich-sch w äb ischen Dienstmannen in die Reihe der Reich sministerialen.2)
Da 1210 Goswi n de Amed es als Unte rvogt König Otto’s IV. über
das Bistum Chur am tet3), dürfen wir annehmen, daß auch die Emser
bereits damal s schon unter die Reichsministerialen aufgerückt sind.
Die Frage nach der Herkunft und ursprünglichen Stellung der
Ri tter von Ems hat J. Zösmair in einem eigen en Aufsatz (V. M. B. 29)
einge hende r untersucht. Er lehnt eine bis dahin allgem ein angeno mmene
Abstammung von Welsch-Ems bei Chur ab und sieht in den Ems ern
ein einheimisc hes, bodenständiges Geschlecht, das von Anbeginn seine r
Geschichte in unser em Ems festwurzelt. Er stützt diese Behauptung
durch den Nachweis eines Sei tenzwe iges der Ems er, der von Vigg un
bezw. Juggun-Juggen, auf dem Boden des Reic h shofes Krießern, in
unmit telbare r Nachbarschaft von Ems schon für die Zeit des ersten
Auftretens der erstbekannten Emser als staufische Ministerialen um
1180 und dann wieder 1210, 1213 und 1216. Aus späteren Urkunden,
so von 1294, Nov. 1., Konstanz (Cod. dipl. Salem . II. No. 888) und von
1336 (Cod. dipl. Sa lem. III. No. 1044 d) ergibt sich ganz eindeutig, daß
die von Juggen eines Stamme s mit den Emsern sind und im Reichshof
Krießern Eig e nbesitz und Reichslehen inne hab en, die sie nach und
nach an das Klost er Salem veräu ßern. Als Letzter dieses Seitenzweiges
ver kauft „H iltebran t von Emptz , von Werdenstein gena nnt”, 1336 an
Salem sein Gut „zu Ju kken zwischen dem Dorfe Muntigel und Diepold -
zowe, ein Lehen des Reiche s, diesseits und jenseits des Rhei nes”.4)
Da die Herren von Ems das Patronat über Mo ntli ngen, die Hauptkirc
he des Hofes Krießern, nachweisbar seit 1356 (Reg. episcop. Constant.
No. 5232) bis zu ihrem Erlöschen inne haben und dieses Patronat
bis 1229 mit dem Reichshof Krießern in königl. Besi tz war, ist anzunehmen
, daß es zwischen 1212, wo es noch ausdrücklich als in könig-0
Mohr, Cod. diplom. I. Nr. 143. Helbo k, Reg. Nr. 261.
2) Ni ese, Reic hsgut, S. 23.
°) Mohr, Cod. dipl. I. Nr. 177, St. G. ü. B. III. Nr. 840. Helbo k, Reg.
Nr. 331.
4) Oberrheinische Zeitschri ft X, S. 425 u. 426, Hof Krießern, 319 u. 320.