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wäre aber nach der Meinun g des Kreisamtes wohl eine
wesentlic he Erleichterung —- aber keineswegs eine radikale Abhilfe
erzweckt wo rden; denn, da der Landgerichtsvorstand die Leitung des
Ganzen zu besorg en, alle ausgefertigten Aufsätze zu revidieren und
über alles die Aufsicht zu füh ren hatte und für alle fälligen Geschäfte
persö nlich verantwo rtli ch blieb, so schi en dem Kreisamt eine Ver mehrung
se ines Amtspersonals dem Landrichter wenig zu helfen, wenn der
aus der Größe des Bezirkes und der Bevölkerung sich erge bende Geschäf
t sandrang zu groß wur de, als daß ein Individ uum die er forderliche
Aufsicht hätte führen können. Das Kreisamt war desha lb der fe sten
Über zeug ung, daß dies en Landgerichten nur durch die Verkleine r ung
der Bezirke geh olfen werden könne, die sich schon deshalb emp fehle,
weil bei kleiner en Ger ichtsbe zir ken die Geschäfte besser verteilt, die
Übersicht über die verschiedenen Zweige der öff entliche n Verwaltu ng
den Landgerichten leichter fallen, und infolgedessen die Geschäfte auch
grü nd licher behandelt würden. Übrige ns w ürden die Mehrauslagen
bei Errichtung eines neuen Landgerichts in Hohene ms nach der Bere chnung
des Kreisamtes recht gering , der dar aus sich ergebende Vorte il
aber überwiegend gewesen sein.
Das Kreisamt bere ch nete, daß eine ang emess ene Pers on alverm ehrung
bei den drei Landgerichten Bregen z, Dornbirn und Feldkirch mit
einem Kostenaufwand von jährlich 2250 Gulden nur um 850 Gulden
billig er zu s tehen gek ommen wäre, als ein neues Landgericht zweiter
Klasse gekostet hätte.
Es handelte sich nur noch um die Frage der Unterbringung eines
Landgerichts in Hohenems . Zunächst dachte man an einen Ne ubau;
dann verhandelte man aber mit dem Gr afen Max um Über lassung des
geräumigen Palastes zu einem Gerichtsgebäude. Nach längerem Schwanken
ließ sich diese r dann in der Tat bereit finden, das stattlic he Gebäude
um den äuß erst mäßigen Preis von 6800 Gulden Reichswährung zum
allgemeinen Best en dem Staa te zu überlassen.1) Dieses solide Gebäu de
hätte zur Unterbringung der Amtsräume, Amtswohnungen und Gefängnisse
mehr als ausgereicht; —- es wäre wiede r zu dem gewor den,
1) In einem Brief vorn 22. Februa r 1829 aus der Garniso n zu Klattau in
Böhmen an das Kreisamt Bregenz. Von diese m einem Bericht an das Guberni
um vorn 3. März 1829 beigegeben. G. A. Publ. Nr. 4407.