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ein Darlehen von 900 Pfund Pfennig, die die beide n Grafen von Ulrich
von Ems erhalten hab en, wofür sie ihm Einkünfte aus der Her rschaft
Feldkirch verpfänden.1) Als Vogt zu Feldkirch lieh Ulrich der Alte
von Ems 1393 sogar Herzog Leopold IV. von Öster re ich, Bisch of Hartmann
von Chur, Graf Heinric h von Montfort-Tettnang, Graf Hugo von
Montfort-Bregenz, Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz,
Graf Albrecht III. von Werdenberg zu Bludenz, sowie Graf Friedrich von
Toggenburg — also der gesamten Hocharistokratie des ganz en Umkreis
es, auf ihr ernstliches Bitten , zu ihrem guten Nutzen 2300 fl.
(„Tuggaten und Unger ”) und 250 Pfund Pf ennig C. M.2)
Wenn auch die grundherrlichen Abgaben vielfach schon in Geld
abge löst entr ichtet wurden : so viel Kapital vermochte das Bankhaus Ems
doch nicht herauszuschlagen, um solc he Geldge schäfte durchzuführen;
— betr ag doch die jährliche Gesamteinnahme Ulrichs des Reichen aus
se iner ganzen Grundherrschaft noch 1394 nur 83 Pfun d, 6 Schill in g3) —-es
muß noch ande re Bezug squ ellen gehabt haben.
Ob durch reiche He iraten den Ems ern ein solch er Geldsegen zugeflossen
ist, läßt sich nicht direkt nachweisen, wohl aber vermu ten. So
hat z. B. Rud olf von Ems mit seine r Heirat der Witwe des steinreichen
Wilh elm von Enne sicherlich keine schlechte Partie gemacht, ist er
doch zum Vormund und Sachwalter s eines Stie fs ohnes bestel lt wor den
und als solche r auffallend rasch zu wichtigen Stellungen und Reichtum
gelang t. Der Sc huldbrie f der Stadt Konstanz für U lrich II. und
seine Gemahlin Margarete von Hornberg läßt auch für Ul rich Verm utungen
in diese r Hins icht zu.
Ein gut Teil ihres Vermögen s haben die Emser siche r durch ihre
viele n Kriegsdienste und son stigen Dienststellen als Hofbeamte und
Vögte hereingebracht.
J. Zösmair berichtet in sein em Aufsatz: Ursprung und Aufschwung
der Edlen von Ems, — ohne Quellenangabe, daß die vier Söhne Ul rich I.
von Ems 1362 für ein Jahr mit ihren Festen und je 15 ehrbaren Mann en
gegen einen Sold von 3000 Gulden in den Dienst des Herzogs Rud olf
von Österreich getrete n seien.
!) Fischer, Archivberichte aus Vorarlberg Nr. 55.
2) Krüger, Reg. Nr. 536.
3) Nach dem von Ulric h II. selbst geschriebenen Einkün f te- Rodel be rechnet.