Skip to main content

Full text: Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Band 1

Veste 
Blumenegg. 189 
vom Kai ser die Erlaubnis zum Wieder auf bau der Burg, und nun mußten 
die Blumenegger das von ihnen zer störte Werk selbst wieder Herstel len. 
Wolfhart von Brandis, der erste Landesherr von Blumen­ 
egg nach dem gräflichen Haus Vaduz, hatte sich außer der Herrschaft Blu­ 
menegg noch die Herrschaften Mayenfeld, Sc h ellenberg, Vaduz und „am 
Eschner Berg" erworben ; er starb zirka 1419. 
Sein Sohn W ö l f l e oder W o l f h a r 1 II. regierte bis 1454 oder 56. 
Er war ein tatkräftiger Herr und darum auch in die Händel sein er Zeit 
nur allzusehr verw i ckelt. 1431 erlangte er von Kai ser Sigismund für seine 
Her rs chaften Vadu z, Schellenb er g und Blumenegg mehrer e Freih eiten, so 
namentli ch den B l u t b a n ท, also das Recht , Uber Tod und Leben zu 
richten, sowie die selbständ ig e, vom kaiser lichen Landg eric ht in Rottweil 
Ruine Bl umenegg, 
Innenansicht von Osten . 
und jedem an deren Gerichtshöfe unabhängige Gerichtsbarkeit, sowo hl ihn 
selber als auch die in sein en Herrschaften wohnhaften Personen betreffend. 
Diese Freiheiten wurden von Kaiser Friedric h III. 1454 neu bestäti gt. 
Hiemi t war Blumenegg zur freien rei(f)§unm ittel baren 
Herrschaft ausgewachsen? 
In der Regierung der Herrschaft f olgten ihm feine Söhne W o l f - 
hart III., Ulr ich und Sigmund , während Ortlieb Bischof von 
Chur wurde (reg. 1458—149 1) weiters Ulrich s Söhne, besonders 
Lud wig und Sigismund. Beide starben kinderlos. Rechtmäßiger 
Erbe der Brandlfischen Herrschaft war nun deren Brud er Johann, 
Dompropst von Chur und Straßburg (t 1514 ). 
Di eser trat seine Ansprüche auf Vadu z, Schellenberg und Blumen­ 
egg an'seinen Reffen Ru dolf Graf en von Sulz ab, den Sohn 
fein er Schwester Ver ena, der Gemahlin des Grafen Alwig von Sulz, 
erblicheü Hofr ichter zu Rott weil und Land grafen im Kleg gau in Schwa 
ben Er gehörte einem uralten, bereits im 11. Jah rhun dert genannten 
schwäb isch en Grafengeschlechte, das aus dem Schwar zwald stammte, an. 
7) Vgl. über ihn: J.G. Mayer in: Gesch. d. Bist. Chur., 1., S. 4(52—90. Der selbe in 
Liechtenst ein. Jahrh , IV. <19 04); über die Neg ierung der Freih erren v. Br andis vgl. Krüg er 
aa. O., S. 316—9. Siehe auch Besch r. Schloß Vaduz dieses Buches.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.