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Full text: Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Band 1

Alt- und Neu-Ems. 275 
flügler von fern und nah'. Derz eit hat auf ihr ein dä nischer Baron, Herr 
Poul van Reitzel aus Kopenhagen, sein en Woh nsitz. 
Im Jahre 1870 schlug der Blitz in die Burg, g lücklic h erweise ohne zu 
zü nden. Der heutige hölzerne Aufbau auf dem Berchfried mit der Be­ 
dachung ward 1921 vom derzeitig e n Grafen erstellt. 
Gwpper, Ansich t von Nord en. (Mit Ge nehm, d. „Burgverlages" Berlin-Grunewald.) 
li) Beschreibung des Sch losses. 
Den parallel dem Rheintale sich lang hinziehenden B ergr ücken, der 
an seinem zur Ortschaft Hohenems steil abfallenden südlichen Ende die 
Rui nen der Burg Alt-Ems trägt, schmü ckt auf seiner höc hsten Erhebung 
an der Nordseite die stolz ragende wohlerhaltene Veste Neu-Ems. Der 
Höh enzug, aus dem weithin sicht bar das Schloß thront, scheidet das Tal 
der Emserreute vom Rheintal. „Hier find et das Auge eine köstliche Weide 
in der ileberschauung gr oßer und reich beg abter Ländereien und pracht­ 
voller Naturschopfungen. Das malerisch hübsche Rheintcck, der obere Teil 
des Bodensees mit sein en reizen den Umge bung en, Schwabens weite 
Ebene mit zahllosen Städten und Dörfern und die majest ätische n Appen ­ 
zelle r Gebirge mit ihren Schneehörnern, dann in der Tiefe der Rhein 
gleich einem gerundeten Silberband auf grüner Fläche: — Dies alles 
bil det sich zu einem Tableau, das an Sc hönheit lind Größe von einem 
and ern nicht lei cht übertroffen wird."3 4) Die Lage dies er Veste war so recht 
3a) Vgl. den Aufsatz von Georg Mader: „Vom Schloßsepp le" in Vrlbg . Volksblatt 1906, 
Nr. 5 f. 
4) Staffier, Tirol und Vorarlberg, I., S. 74.
	        
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