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und Neu-Ems.
Hannibal I. an Erzherzog Ferdinand II. v. Tirol über de ssen Wunsch für seine Sammlungen
ver ehrt worden ware n.c),
Im P alast von Hohenems finden sich auch derzeit noch mehrere be
merkenswerte Bilde r und Jnventars tücke als Familienerinnerungen aus
der früheren gräflichen Resldenzzeit, sie sind großenteils in den langen
Wandelgängen des Ha upttr aktes hofseits aufgest ell t und bilden für sich
ebenso wie der hohe Rittersaal eine Sehensw ürdigk eit Bemerkt set
noch, daß das Schloß an sehnliche Archivraumlich keilen im^Erd
geschoß besitzt, üt dem noch ein ziemlich umfangreiches archivalisches Mate
rial verwahr t wird.
Einig e weni ge Utensil ien der ein stigen gräflichen Hofhaltung verwahrt das Landes
muse um in Bregenz, so Prunkkästen, Gobelins, Bettstätten ^) und Silbergeschirr; zwei Pr unk
sc hlitten, die vord em ebenfalls im Museu m verwahrt worden, kamen wi eder in das Sch loß
zurück.^) — Die zwei alten Totcns childe mit dem Emserwappen, die eine Zi erde des Landes
museums bilden,"betreffen Angehörige der Dornbirner Linie des Geschl e chtes derer von
Ems: die Ri tter Bur kard und Christoph v. Ems. 9)
4. Das Schlößchen im Markt.
Dasselbe wurde früh er „Amt shaus" gena nnt und war von Graf
Kas par er baut wo rden. Schon auf dem Ortsplan in der Eins er Chronik
1616 ist es als bestehend eingezeichnet. Es war ehemals Sitz des gräf
lichen Oberam tes und dien te auch den damalig en gräflichen Beam ten als
Wohnung. Später war es eine Zeit lang Kaufhaus Im Jahre 1817 kam
es mit dem übri gen Allod in den Besitz der gräflichen Famili e Zeil und
gehö rt heute noch, wo es die Bestimmung eines Rathauses des Ma rkt
fleck ens hat, derselben. In den Jah ren 1860—82 war das Schlöß chen der
Wohn sitz der Fami lie des Grafen Maximilian (t 1868) und seines Soh
nes, des Grafen Clemen s (t 1904) , bis letztere r nach Adaptierung des
Palastes in diesen übersiedelte; auf das hin woh nte darin der gräfliche
Verwalter. — Das Schlößchen zeigt altertümliche Ba uart und hat mit
dem angebauten Rundtur m richtigen feudalen oder Edel si tz-Charakter.
Doch ist von alter Einrichtung nicht mehr viel darin Vorfin d lich.
Zur liter arisc hen Wer tung des Geschlechtes von Ems zur Hohenems
und ihrer Burgen.
Um die sür de utsche Kultu r- und Literat urgeschichte so bedeutsamen
Adelssitze der Ritter und Grafen v. Ems zur Hohenems rankt sich eine
reichl iche Literati ir , die wir beson ders von Dichtern der Gegenwart ge
pf legt finden. Bon den Schriften, die sich mit dem Nibelunge nlied be
fas sen, war oben bei Bespr echu ng des Dichters Rudolf v. Ems die Rede.
Von der älteren Poesie, die berühmte Vertreter des Emsergeschlechtes fei
ert, sei angeführt: „Jakob v. Ems" (aus dem Volkslied von der Belage
rung Veronas). ‘) „Ein schönes Lied von der Schlacht von Pavia", Marx
°) Häfel e in Viertcljahrsschr. f. Gesch. น. Ldkd. 8 (1924), S. 14 f.; Bergmann: Die Reichs
graf en etc., S. 97.
) Vgl. Mi ttlgn. d. Z. K. XXVII (1901), S. 48 f.
8) Vgl. Mus. Ber. IG (1876 ), S. 16 f. (mit 2 Abb ild.).
9) Der Totenschild des letzteren hier abgebildet. — Nähe res hierüber in Besprechung
des „Turmes im Oberdorf."
*) bei R. v. Lilienc ron : Die hist or. Vo lksliede r der Deuts chen v. 13. bis 16. Jahrh. , Jahrh. ,