Skip to main content

Full text: Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Band 1

326 Alt- und Neu-Sch öns tei n. 
zu erledigen und aus die Insel zu übers iedeln. Die Schönstein besaßen in 
Aesch ach eine Veste. Außer den drei eben erwähnten Bu rgen hatten sie 
auch noch Güter in Nüzlis (Miezlings in Hergensweiler), Tummen (bei 
Sigmarszell) und, wie wir noch sehen werden^zu Gwiggen . In Lindau 
erscheinen sie bis zum Jahre 14 i 8 verschiedene Male im Bürger v erban de; 
freilich erwiesen sie sich auch oftmals als der Lindauer erbittertste 
Feinde. °) Sie waren Dienstm annen oder Min isteriale n der Aebte von 
St. Gallen. Bis ins 13. Jahrhundert ist uns kein Vertreter dieses Ge­ 
schlechtes namentli ch bekannt. Baumann ’) weiß zu berichten^ daß sie mit 
den St Ga llischen Dienstm annen derer von Prasber g (Stammsitz bei 
Wangen ) des gleichen Stamm es gewesen seien. Sie hätte n sich schon vor 
1200"vorn Hauptstamme getrennt; denn 1209 siel bei der Belagerung 
von Radolfszell ein Burkard v. Schön st ein, der von der St. Galler 
Chronik als ein besonders streitbarer Rit ter gerühmt wird. Der Ge­ 
schi chtschrei ber Ildefons v. Arx 8) bezeichnet die Sc hönstein ebenfall s als 
Lehensleute der Abtei um 1300, und zwar auf Grund eines alten Ver­ 
zeichnisses, das außer ihnen noch ander e Dienstleute, wie z. B. die von 
Lochen, die Nagel usw „ennet dem See" (jensei ts des Bodensees), ent­ 
hält. — 
6) Jos. Würdinger, kgl. Bayr. Major: Urkundenauszüge z. Gesch. d. Stadt Lin dau, in 
S. V. G. Bodensee, II. (18 70), S. 6; III. (1872), S. 27. 
7) in: Gesch. d. All gäu, Bd. I, S. 528. 
8) in: Gesch ich ten des Kantons St. Gallen, I., S. 482. 
9) Siehe Württbg. Urf. Buch, y., S. 212, Nr. 1446; Helbo k, Regesten Nr. 473; der­ 
selb e: Bevölkerung d. Stadt Breg., S. 111. 
10) Helbok, Reg. 462. 
*) Würdin ger, Lind. Urk. Ausz., aa. O., II. (1870), Anh. S. 6. 
2) Landesal (Mehrerau. A.) 
3) ebd. 
Im Jahre 1257 taucht die Fam ilie zum ersten Male mit H e i n - 
ricus de Scon enstein e in Bregenz auf, und zwar im Dienst­ 
mann e n v e r h a lt n i s zu den Grafen von Montfort, in 
deren Dienst sie auch in der Folgezeit erschei nt. °) Die ser Famili enzwei g 
War in der Stadt Bregenz beg ütert und mit Bürg err echt aus gestatt et. 
Das montfort'sche Die nstverh ältnis der Famili e scheint sich bereits aus 
der etwas früheren Urkun de von 1255, April 15., °) zu ergeben. Hier 
erscheinen anläßlich einer Schenkung, die Wal ter v. Vaz (dem bekannten, 
in Graubünden mächtige n Gesc hlechte, das aus dem Lin zgau (Meersburgs 
stammt , angehörig) auf Fürsprache seines Oheims Graf Hugo II. von 
Montfor t an das Kloster Salem macht, neben zwei Edlen v. Ems auch 
die Gebrüder L น dwig und Walter de S h o e n i n st a i n als Zeu­ 
gen. — Ein Heinri ch v. S ch ö n e n st e i n, Ritter, übergibt mit Ur­ 
kunde von 1283, März 14, mit Wiss en und Willen des Abtes Wilhelm v. 
St Gallen, des sen D iener er ist, seine Güter zu Nüzlis (Miezli ngs) dem 
Spital zu Lindau?) — Weiters begegnet uns ein Ludwig v. Schoe ­ 
n enst a in in einer Urkun de dd. Bregenz 5. April 1286: 2) Graf Ulrich 
v. Montfort und Abt Rudolf mit Konvent des Klos ters Bregenz, die von 
dem genannten Ludwig für 45 Mark Silbe r die Vogtrecht seinku nfte von 
den Klostergütern zu Staufen abgelöst, treffen eine Vereinbarung über 
den künftigen Zinsbezug. — In einer Verkaufsurkunde vom 23. Novem­ 
ber 1290, Bregenz ') (Graf Rudolf v. Montfort verkauft an Abt Johannes *S.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.