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Hofen" genannt, zu erba uen. Eine alte Lindauer Chro nik eines unbe
kannten Verf assers be richtet, daß aus den Trümmern von Alt-Lochen
dieses Schloß Hofen erbaut w orden sei, nachde m die Burg Alt-Lochen nach
dem Aussterb en der gleichnamigen Fam ilie an die Raitnau gekomm en
sei. Urkundlic h ersc heint Alt-Lochen im Besitze der Raitnau beispielsweise
1561 und 1579.
Burg Alt-Hofen ist heute fchon sehr in Abgang begriffene
Ruine, deren bauli cher Bestand z. T beträchtlich gefährdet ist. Am
meiste n lst noch vom Berchfried der Burg erhalten, her sechs- ode^mehr-
eÄige n, unregelmäßigen Grundriß aufweis t und z. T. sehr dicke Mauer n
hatt e. Seine südwestliche Partie ist durch Rutsc hungen des Bodengrundes
schon län gst in die Tiefe ge stürzt; auch die Teile der äußeren Zingelmauer
der Burganlage im Nord en und imSüden hän gen heutzutage schon über
den Abgrund hinaus. Diese be iden Maue rpar tien enthalten in ihrem Ver
laufe je einen Toreingang, nämlich im Norden und Sudosten. Par allel zur
südöstli chen, sehr starken Ringmau er verläuft eine ebenfalls im Eck ge
brochene schwächere Mauer , die die innere Burg abschloß und von der
Autz enburg tre nnte. Von dem übrigen Mauerzug ist nur noch im Norden
eine Partr e erhalten, die an der dem Turm^naheren Seite in scharfem
Winkel eingezogen ersc heint und auch einen Torbau enthielt. Zu Unterst
im Südosten des Burgplat eaus, nahe dem heute hier vorbe isühr enden
Fahrweg stand vor einigen Dezennien ein Bildstock oder ein Kapellchen
mit noch sichtba ren Fundamentr es ten. Dasselbe hat wohl keine nä here
Beziehung zur Bauanlage der alten Burg gehabt. — Von einem Palas
der Burg läßt sich aus dem heutigen Grundriß der Ruine n keine Spur
nach weisen. Es scheint sich auch ein Palas in uns erem Falle erübrigt zu
hab en, da ja die ungewohn t br eite und geräumige Anla ge des Berchfrieds
hinreichend Wohnungsgelegenheit ge boten haben mochte. Gegenwärtiger
Besitzer der Ruine ist Gebhard Sagmei ster in Bregenz.
B. Schloß Hofe n. I. Der Schloßbau.
Der imposante Schloßbau, am Bergesfuß gelegen und weithin sic htbar,
bildet mit seinen Nebeng ebäuden eine typische, ab gerund ete Anlage eines
herrschaftlichen Gutsbesitzes. Das stattliche Wohnhau s besteht aus zwei
in stumpfem Win kel aneinander stoßend en Tra kten und zeigt ein fache,
aber gerade dadurch wirkungsvolle und gefällge Rena issance- Verhäl t nisse.
Die zwei zierlichen Erkertürme an der Südwestfl anke geben dem Ge
bäude so recht das Aus sehen eines herrschaftlichen Schl osses oder Ad els
palastes. Das Dach ladet weit aus zum Schu tz der vie len Stuck-Rosetten,
die zwisc hen den Fen stern und den spitz b ogigen Nisch en darüber ange
bracht sind. Den rückwärtigen Abschluß bilde t die ang ebaute geräumige
Hau skapell e mit gotis chem Gewölbe und bis vor etlichen Jah ren noch mit
einem kunsthis tor i sch sehr bemerkenswerten Altar geziert, wovon noch
später . Die Kapelle gliede rt sich in organis cher Verbindung dem Haupt
gebäude an durch die Rampentr eppe, die zur Vorhalle, voii einem°Erker
überbaut, hinaussührt. Die geräumige Hofanlagc schließen im Westen
Wirtschaftsgebäude, bis in die neuere Zeit uoch mit einem Rundturm am am