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Full text: Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Band 1

Das „Hau s" der Grafen in der Bregenzer 
Oberstadt. 41 
Wohnsitze, den dann später seine Nachfolger, die Grafen des udalrichin- 
gischen Hau ses, zuerst vorüberg eh end, dann dauernd als Residenz inne 
hatten.2) 
Hier ist nun der Ort, über diese alten Bregenzer Grafen uda lr ichin- 
gischen Stamm es Nä heres mitzuteilen. 
1. Die Ud alriching er; die Frage ihrer Abs tammung. 
Den von den Königen, besonders den Karoli nger n, über die ein­ 
zelnen Gaue ^) gesetzten Beamten gelang es nach und nach, hauptsächlich 
St. Gebhard als Knabe in der Domsc hule zu Kon stanz. 
(Gemälde von ®. Fugel in der Gcbhardskirche bei Breg enz.) 
Vom 9. bis zum 11. Jahrhundert, ihre Aemter und Lehen erblich zu ma­ 
cheu und für diese ähn liche Vorteile, Privilegie n und Freiheiten zu er­ 
langen wie die ge istliche n Fürsten: Bischöse und Aebte. Da durch entstan­ 
den wie der Grun dherrschaft en, teils mit hoher, teils mit niederer Gerichts­ 
barkeit. Die alten Gaugrafschaften verlor en immer mehr ihre Bedeutung. 
Von den weltlichen Groß en wurde feit den Tagen Karls des Große n 
ein Geschlecht allmählich im Lande übermächtig, das, weil der Name Udal­ 
rich (Ulrich) in ihm beson ders vertreten, unter dem Namen der u d a l - 
") Vgl. Helbo k, Bregenz von einst (1924), S. 3—5. 
Siehe über die ehemalige Ga ueinte ilung in Süddeuts chl and das im vorstehenden 
Abschnitt: „Politische und administrat ive Entwicklung unseres Landes", Gesagte; sowie Ms-­ 
mair: D. geschichtl. Entwicklung d. vorarlb. Herrschaften น. Gerichte, S. 5—9. 5—9.
	        
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