Burg und Liebfrauenkirche
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dieses Berges sich erhob und dann zur Zeit, als der mittelalterliche Burg
bau einsetzte, zu einer wehrhaften Veste ausgestaltet wurde. Zu Zeiten
der Alten Grafen von Bregenz mag fon ach bereits unsere Burg Rankwi l
als solc he bestmrden haben.4) „Schonberg" nennt eine sagenhafte Ue ber
lieferung den Namen der als uralt bezeichueteu Veste. Von den Alten
Bregenzer Grafen ging sie dann nach deren Aussterbe n (1160) aus
ihre Erben, die Montforter , über. Diese hatten auf der Burg
D i e n st m a n n e n, die zugleich als ihre Burgvögte die Burgh ut aus-
übteu. Diese Diens tmannen waren Wohl zweifellos die im 13. und 14.
Jahrhundert urkundlich wiede rholt vorkommenden Ri tter v. Ranc-
w i l. Das Geschlecht erscheint nachweislich mit dem Auftreten der Mont
fort er und verschwindet auch wie der um die Zeit des Auss te rbens der
Grafen v. Montfort-Feldkirch, denen die Burg gehörte.s *)
*) Vgl. Reich, aa. O., IX., S. 18.
ๆ Vgl. g ösmair in: Mlus.-Ber. 19 (1879), ธ. 10.
") Reg. 91911'. 373, 375; vgl. oben ธ. 301.
7) Mohr, Cod. dipl., II. Nr. 44, ธ. 57.
8) Erwähnt nach einer Angabe Zösmairs bei Rapp, aa. มิ., I., ธ. 742.
’) Mohr, aa. มิ., II., 91 r. 150.
'") Mohr, an. มิ., II., 9h. 160.
*) Rlohr, au. มิ., 11., Nr. 325.
2) Rapp ebb.
Ein Ritter Marquar dus de R a n q u i l (Rancwile) erscheint
urkundlich ca. 1227 zweimal als Zeuge bei einem Rechtsge schäft der Tum
ben (von Neuburg), nämlic h anläßlich der Verzichtleistung von Mitglie
dern dieser Fami lie auf das Gut Sulpach (Gemeind e Ba mdt) zugunsten
des Kl osters Weißenau. ) Die Stellung des Ritt ers in der Zeugenreihe
läßt auf ein Verwandtschaftsverhältnis desselben zu den Tumb schl ießen.
Ein H(e i n r i c ll s) de R a n q u i l fu ngiert als Zeuge bei einem durch
den Churer Bischof Frie drich I. v. Montfort vermittelten Vergl eich zwi
schen Angehörigen des Hauses der Vögte von Malsc h: 1288, Juni 5.7)
Der gl eiche Name mit dem Beis atz „miles" (Ritter) kommt in einer
Urkunde von 1294, August 29., vor. Z 1312, Juli 25., bei einem neuer
lichen Rechtsgeschäfte der Tumb en v. Neuburg, erscheiuen H a i n tz und
A e b e l i n (E p p e l i n) v. R a n k w i l;") desgleichen ein H a i n rich
v. Ranggwill, 1316, 6. Jän ner4") und ein Albrecht v. Rank
wil, \) 1348, 5. Dezember, sowie ca. 1375 nochmals ein Heinric h v.
R a n k w i l.2) — Ein Ri tter Rudi von Ranktv นํ, Feldkirche r
Bürger , er warb um das Jahr 1350 die Burg und Herrschaft Neu-
As pe r m o n t, Gemeinde Jenin s unterhalb Chur, käuflich aus der Halid
der Fre ien v. Aspermont, die dar auf in unser vorarlbergis ches Gebiet zo
gen. Noch heute trägt in Jenins ein Weinberg den Namen „Rankwiler"
und in Ragaz blüht annoch ein Geschlecht des Na mens „Rankwyler".
Diese Rankwyler dursten sonach Nachkommen des schon lan gst in den
bäu erlich en Stand herabgesunkenen ritt erlichen Geschlechtes von Rankweil
sein. Schon
bald nach 1350 gingen Burg und Güter von Neu-Aspcrmont wieder in anderen
Besi tz über, und zwar gelangten sie durch Erbschaft und Kauf an die Chur er Bürger
S t r a i f(f). Denn schon 1366, ธ. Feber, verleiht Albrecht Straif dem Sohne des Hans
Aenderli ab Mu tzen (heu te Gu scha ob der Festu ng Luziensteig) die Güter bei Nofels (ober
Ma ienfeld ), Aecke r, Wiesen , Baum- und Weingärten, die ihm erbsweise von Rankquils selig