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Full text: Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Band 1

510 Ramschwag. 
U lrichs Sohn, Donat v. Ramschwag, empfing 1488 vom Frei­ 
herrn Si gmund von Brandis, Herrn von Blumenegg, einen halben Wein­ 
zeh nten m Ludesch (mit einem Er trag von drei Fuder Wein jährlich) zu 
rec htem Mannslehen,4) welch er auch in der Folge seinen Nachkommen 
verliehen wurde . Einer derselben, Jo hann ulrich v. Ramschwag 
zn Ober flach und Bräunlingen (Breulingen), Bogteiv er walter 
4) Grabherr, aa. O., S. 61. 
5) Grabherr, S. 63. 
(,j Lud ewig: Vorarlb erger an in- und ausländischen Hochschule n, S. 17 (17), 
7j Sander: Die österr. Vögte von Bludenz (1899 ), S. 30, 59—68 . 
8) Lude wig: Vorarlberger, S. 102 (31). 
der Herrschaften Bregenz und Hoh enegg, Sohn des noch zu besprechenden 
Hektor v. Ramsc hwag, verkaufte 1620 (9. September) diesen halbe n Wein­ 
zehnten mit Zustimmung sein er Verwandten für 3000 fl. Raven sburg er 
Währung an das Re i chsstift Weingarten, von chem die Fa milie als dem 
Nachfolger der Brandis und der Grase n von Sulz ihn zu Lehen trug.5 *) 
Wahrscheinlich noch vor Mitte des 17. Jahrhundert s ginge n auch die 
übrig en Besit zun gen der'Ramschivager im Blumeneggischen durch Kauf 
an Weingarten über. 
Ulrich s anderer Sohn, Gosw in, ersc heint 1515 als Pfarrer von 
Ra gaz. ๆ — Da Donat vor sein em Vater Ulrich starb, so erhielt Donats 
Sohn Georg Balt hasar nach Ulrich s Tod die Vogtei Gutenberg, 
und finden totr ihn seit 1518 in dies er Stellung. 
Von Georg Balthasars Söhnen fol gten ihm eben so deren zwei in 
der Vogt ei nach, der gleichnamige Georg Baltha sar d. Jung. 1566 
und Kaspar 1586 Von sei nen übrigen Söhn en war Jakob Deutsch- 
Ordens-Rrtter, ebenso Diepolt, der später 1565 Komt hur zu Freiburg i. B. 
wurde . Ein an derer Sohn Ulr ich war Johanniter-Ordensritter und 
1569 Komthur zu Würzburg. Der bekannteste aber unter Georg Balthasars 
Söhn en ist Hekt or v. Ramschwag, öster reichisc h er Vogt von Blud enz 
und Soneube rg von 1569 bis zu sein em Tod 1601.7) Hektor schrieb sich 
,chon Ramschwag zu Sigberg". Diesen Edelsi tz bei Gofis (ober 
Schildried) hatte G. Baltha sar, sein Vater oder Brude r, samt allen Höfen 
und Gütern von Hans Ulrich v. Schlandersberg erkauf t.8) Das mit den 
Sigberg ver sippte Geschlecht der Schlandersberge hatte auch zu Ludesch, 
Ludescher Berg, Nüziders und Nenzing verschiedene Hausguter, dürste 
aber noch vor 1590 ausgestor b en sein, ebenso wie etwa ein Jahrhundert 
früh er die Sigberge. Die sigberg-schlandersbergischen Stammgüter ging en ging en
	        
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