538 St. Viner und der Adel von Nüziders.
Die Edlen von St. Vi ner, als welch e ein Zweig der großen
Vaistli'schen Fami lie erscheint, treten unter diesem Namen, wie schon be
merkt, urkundlich erstmal s 1348 auf. Als letzter, der uns bisher aus diesem
Geschlechte von St. Viner bekan nt geworde n, begegnet uns 1550 ein Hans
Keller (ehem. Zehent
ke ller) im Edelhof von
St. Viner
von St. Viner, der sei nen halben Lehenzehent zu Nüziders an Ulrich Wolf
in Bludenz verk auft .^) Der Hof zu Nüz iders, auf dem noch um 1500 eine
Else von St. Viner, verehelicht mit Joß Kremer von Sargan s, gel ebt
hatte, war schon 1507 in ander e Hände übergegangen?)
Außer den be reits genannten Vertretern des Geschlec ht es Vaistli-
St. Viner seien nachstehend noch einige weiter e Namen inl ändi scher Fa
milienglieder genannt:
Bereits im vorausge hen den Abschnitt „Bürser Burgen" ist uns Hans
von St. Viner begegnet, der mit noch zwei anderen „fr ummen Knechten"
mittel st Urkunde von 1360, April 25., von Graf Rudolf von Wer denber g
Sargans die Balme Holenegg in Bürs als Burglehen erhielt. Er erscheint
später noch als Landamm ann im Walgau. — Sein Sohn war der
„frumme" Heinric h von St. Viner, der von 1394 bis 1414 wiede rholt als
Landam mann im Walgau, Gnoß Sonnenberg, erwähnt wird. — Hein
richs Sohn, Eberhard von St. Viner, wird 1452 erwähnt: er erhält den
halben Zehe nt in Nüziders, wie ihn schon sein Vater 1402 erhalten hat?)
10) Grabherr, „Burge n und Adel im Walgau", S. 59.
1) Is. Flur, aa. O., Nr. 194. — Ueber die Junker Vaistli und die Edlen von St. Viner
im allgemeinen vgl.: Ioller, Hohenems. Urku nden, in Feldkirch. Gymn.-Progr. 1860, S. 184,
Anm.; Zösm air in Mus.-Ber. 30 (1891) , S. 107; Grabherr, „Bur gen und Adel im Walgau",
S. 58 fโ und im Vorarlb. Volkskaleiid. - ~ 1896, S. 33; Lud ewig „Vorarlberger an in- und
Is. Flur, „Der walgauisc h e Adel im Mit te lalter",
194. — Ueber die Vaduzer Linie der Vai stli han-
ausländischen Hochs ch ulen", S. 35 (24);
irr Vorarlb. Landeszeit. 1923, Nr. 192,
deln Kai ser, Gesch. d. Ft. Liechtenstein,
, 1 , S. 204 f.; 270, 307 f.; Ka iser-B üchel, Chronik von
Liechtenstein, S. 259, 340; I. B. Büch el im Ib. Liechtenst., II., (1902 ), S. 152.
2) Gmd.-A. Nüziders.