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Full text: Erdgeschichte Vorarlbergs

zeit in den Abs chnitte n des Oligozäns, Miozän s und unteren Pliozäns. 
Nach Beendigung der Faltenb ild ung ging en die Ueberschiebungen vor 
sich Dann trat die Hebung des gesamten Alpengebietes ein, welche die 
Alpeninsel an das europäische Festlan d an schweißt e und den südlichen 
Ueberschiebungsschollen den Charakter von Hochgebirgen verlieh. Die 
letzten Hebungen dauerten noch während der Pliozanzeit fort und 
re ichten bis in die Eiszeit her ein. Damit war die Gebirgsbildung in 
unser em Lande zu Ende g ebracht. 
Doch das stolze Gebäude der neu gesc haffenen Alpenwelt vermo chte 
sich Nicht für alle Zeit unverändert zu erhalten. Die Natur ra stet nic ht, 
Fig. 11. Die rächisc he 5d)ubma|[e, durch Verwerfungen in einzelne Zchollen ge­ 
teil t; nach Rothpletz und Mglins. 
(Starke Linien: Ueberschiebungen; gestrichelt : Ve rwerfun gen.) 
sie kennt keinen Stillstand. Schon während der Ausrichtung der Gebirge 
waren die verschi edenen zerstörenden Kräfte der Denudation am Werke, 
die im Entstehen begriffenen G ebirge wiede r abzutrage n. Das Spiel 
all di eser Kräfte hatte tief greifende Veränder un gen der Bergwelt im 
Gefolge, die nach und nach den einzelnen Teilen des Landes ihr heutiges 
Gepräge verliehen haben . Diese Herausgestaltung, das Werd en des 
heutigen Relie fs unserer Hei mat soll uns im nächsten Abschnitt be­ 
schäftigen. 
IV. Das TDerden des heutigen Relie fs. 
Die Veränderungen der Oberflächenform des Landes wolle n wir 
in drei Zeitabschnitten gesondert behandeln nämlich 1. in der Pliozän - 
3eit, 2. in der Eiszeit, 3. in der Alluvialzeit. 4
	        
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