7. Von St. Luziensteig in den vordern Walgau
Noch bleibt uns übrig, einiges von den schö nen
und fruchtbaren Gegende n am Rhein zu sage n. Wir
gehen daher von Chur aus durch Maienfeld, ein sehr
unscheinbares stä dtisch es Nestchen und zieh en St. Luz ien
steig hina n. Das Tal von Chur bis daher hat die
Zierde der Fruchtbarkeit und ist an allen Halde n mit
gro ßen Dörfern und mit ausgebrannten, aber noch im
Namen erinnerungsreichen Burgställen geschmückt, über
denen die rühmlichsten Berghäupter aufsteigen. Weiter
wol len wir diese Schönheiten nicht au seina nderleg en;
wir sind jetzt schon auf der Luziensteig, die von St.
Luz ius, einem König von Schotten und Apo stel der
Rhätier, ihren Namen hat, beim Passe , wo eine niedere
Mauer und ein kleiner Wall durch den engen Bergsattel
gez ogen ist, wo ein Zo llhaus, ein Torbogen und links
von der Straße ein ural tes Kirchlein s teht. Die and ere
Aussicht, in bte Ferne nämlich, geht nicht sehr weit —
unten ein Stück Rheintal, darüber der Santis. Daß da
auf St. Luziensteig in der uralten Herbe rge eine kühle
steine rne Trinkstube ist, lernt e der Wanderer erst zu spat
ท่ทท Gust av Schwab; sonst wär' er an dem heißen
Tage gewiß nicht so spröd vorbeig egan gen.
Von der Steig zieht man hinab und kommt zuerst
an den St. Katharinenbrunnen, der unter der Straße Straße