131
einer andern schöne n Ste lle nachgehen. Der Weg führt
zu erst in jene andre Schl ucht, durch welc he der Strom
tm tief en, schattigen Bette wieder davonzieht, um dem
Rheine zuzufließen. Von da schlängelt sich ein Fußsteig
bald in die Hohe zu einer Kapelle und einem kleinen
Häu schen, das einer Warte gleich auf der höchsten Spitze
eines Fel sens st eht. Wer sich unten im Talgelände be
engt gefühlt, dem wird' s hier oben auf dem Margarethen-
kapf wieder freier werden, denn da liegt zunächst das
Tostnerfeld, reich mit Mais bebaut und mit einem alten
Burgturm ausgestattet, und der weite Wiesen plan, wo
die III ihr Delta bildet und so fort das Rheintal offen zu
seine n Fußen , weit hinausgestreckt bis an den blauen
Bodensee, in dem der Strom nach langen, mühseligen
Windu ngen endlich verschwindet. Das Tal ist mit^ Bur
gen und Flecken wohl verziert und jenseits des Rheins
mit erhabenen Bergzinnen eingefaßt.
Der Weg von Feldkirch nach Al tenstadt geht an
dem Friedhofe vorbei, dessen Viereck, wie es fast in allen
Städ ten des Gebirgs zu finden, mit Laubengängen ver
sehen ist. Es sind da man che anziehende Darstellungen
noch aus dem sechz e hnten Jahr hunder t erhalten.
Diese Heerstraße von Feldkr rch nach Al tenstadt zieht
durch ein schmales, aber schönes und weinreich es Tal,
dess en Abendseite der Ardetzenberg bildet, der ein Ge
wächs von gutem Ruf erzielen läßt, und durch das
Dorf Levis, dessen Häuser weit ausernander gebaut, den
Weg langehin erheitern. Oberhalb dess elben zur rech ten
Hand liegt das Schlößchen Amberg , von dem einst ein
Kind der Liebe des le tzten Ritters sein en Namen trug,
Friedrich Maximilian von Amber g nämlich, der im Jahre
1511 wahrscheinlich hier oder zu Feldkirch geboren, als
ein Feldobrister Ka iser Karl V. zu Mailan d 1553 starb.
Auch Altenstadt ist wie Levis geräumig ang elegt und
füllt mit großen Häusern einen weiten Raum, so auch 10*