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rühmend nachsagten, sie seien ein altetruskischer Königs
stamm und schon ein halb Jahr ta usend vor Christi Ge
burt mit dem Her zog RhÄus in Hohe n-R hätien ein
gewandert. Andre Rittergeschlechter Graubündens sind
dieser fabelhaften Spur gläubig nachgegangen und ehe
mals wenigstens vermeinten die meisten derselben, ihre
Urahnen zu Volaterra, Vo lsinii und Veji suchen zu
müssen. Indeß waren die Montforte wohl so gut als
die Mehrzahl der and ern rhätischen Herren al emanni scher
Abku nft und neuerer Zeit folgt man daher eher der
Meinung, daß sie von Gero ld von Buss en, dem vexillifer
imperatoris, der im Jahre 799 in einer Avarenschlacht
gefallen, herstammen mochten, obgleich auch dieser Graf
von der Fahne eine etwas mythische Färbung hat.
Abgesehen von jener fabelhaften Genea logie scheinen
die Montforte in ihren historischen Zeiten die Tr äger
mancher wunderlichen Sage gewesen zu sein. So er
wähnt Freiherr von Ho rmayr in der Schwangauer
Chronik eines Ritters von Montfort, der mit dem
Bohmenkönig gegen die heidnischen Litthaue r sieghaft,
von dort eine gef angene wunderschöne Fürstentochter
als Skla vin mitbrachte, sie bei den Dominika nerinn en zu
St. Peter bei Bludenz erzie hen ließ und dann, wie der
Graf von Gleichen, mit zwei Frauen lebte. Ein paar
andre Geschichten, mit denen man sich damals trug, hat
uns ein sinnig er Schre iber auf bewahr t, der, wenn man
seinen sc heinbar eigenen Worten trauen dürfte, ein
Dienstmann der Montforte, jedenfall s ihrem Hause mit
gro ßer Verehrung zugetan war.
Vor etwa vierhundert Jahren nämlich mag zu
Rankweil ein schreibkundiger Mann, namens Thom as
ßijrer 43), gelebt haben — wenigstens gibt es eine Schri ft
unter dem Tit el: Alte schwäbische Geschichten, an deren
Ende sich ein so Benannte r als Verfasser anzeigt. Dieses
klei ne Buch ist im Jahre 1486 und zwar ไท demselben demselben