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glaubten, datz wir das ura lte Korn, des Tales Wun der,
beschauen wollten, sande n auch das Haus, aber die Türe
geschlossen und niemand darinnen — der Herr war mit
den Seinen in der Kirche . So li etzen wir die Falltische
im Sc hopf herunter, setzten uns daran und verfielen in
sanften Schlumm er, alle drei — nach dem lustigen Vor
mittag in Rie zlern und dem fröhlichen Mittag auf Hirsch
egg nicht zu verwundern. Wir haben nicht erfahreii, was
sich Dani el Müller gedacht, als er in seine m Sc hopf drei
landesfrem de Gesellen schlafend fand, indessen wutzte
er sich wohl ZU helfen. Er weckte uns eh rerbi etig auf
und fragte freundlich nach unserm Begehr. Als er's
vernommen, führt e er uns, überr ascht durch der drei
Sc hläfer wache n Forschungseifer und mit der grundlosen
Behauptu n g, datz er's für eine grotze Ehre ansehe, zuer st
einmal in die Wohnstube, um uns dort zu traktieren
und dann, nachdem wir noch getan, was die Umstände
erlaubten, in den obern Stock, wo in altfränkischen
Kästen und auf altmodischen Tisc hen die Sammlung auf
bew ahrt ist. Vorher jedoch zeigte er uns noch den
Sche ffel mit dem mehr als hundertjährigen Korne von
1728 und einen Büsche l eben so alten Heues — Schätze,
die er nach seine m Stande billig als die wertvollsten seines
Kabine tts betrachtet, an denen wir indessen das An
ziehende nicht recht abzusehen vermochten. Dar auf aber
brachte er uns an seine Tisch e und sc hloh seine Käs ten
auf und nunmehr zeigte sich allerdings manches wertvolle
Stück walserischer Merkwürdigkeiten, wie es von Ahnen
und Urahnen zurückgelassen war. So nenn en wir z. B.
Hochzeitschuh e vom Jahre 1696, die Daniels Urgroß
vater, Hans Müller , get ragen, viel schmucker als bte
jetzige n, mit hohen Absätzen und roten Lederlappen,-
andere Hochzeit schuhe der Maria Müllerin, Bernhard
Mülle rs Tochter, vom Jahre 1767, und wiede r andre
vom Jahre 1775 von Daniels Mutter. Fer ner einen