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tragen sie ein le ichtes Tuch um den Hals, das hinten
gebunden wird, so das; die Zipf el über den Rück en
fallen. Das kurze, kaum handbreite Miede r — Fürtuch
heiht es — ist an den Rock angenäht, der Lona, Loden
gena nnt, und dessen Zeug im Dorf selbst zur Hä lfte aus
Garn, zur Hälfte aus Sch afwolle verfertigt, daher auch
Walsertuch gena nnt wird. In solchem Aufzug also stieg
ein Dutzend jungf räulicher Kirchgängerinnen sc häkernd
die Halde hinauf und von Zeit zu Zeit drehten sie sich
sämtlich um und verwun d erten sich über den Fremden,
der seinerseits auch allen Grund zu haben gla ubte, sich
über sie zu verwundern. Noch ärger war die Neugi erde
unter den Bauern, die in großer Anzah l im kleinen Wirts
hause versammelt wa ren. Da zeigt en sich alle Fenster
mit Köpfen eingerammt zu Ehren des unbekannten Pil
gers und in der Trink stube war kaum der Weg zum
Tisch zu bahnen. Sie staunten alle, aber sie sprachen
ni cht. Vor
dem hölz ernen Gast h öfchen zu Damüls steht
zwar ein lu stiger Maibaum, als menu's da je zuweilen
hoch herg inge, aber inner lich ist es ein rußig schwarzes
Haus, fins ter und abgesehen von der Gutmütigkeit der
Leute etwas unwirtlich. Deswegen sind denn auch, wie
in solchen selten besuchten Alpengegenden der Brau ch,
im Pfarrhof ein paar Gastbetten aufgeschlagen, die der
Frem de in Anspruch nehmen darf. Im übrigen ist dieser
Pfarrhof nichts als ein klei nes hölzernes Alpenhaus,
zwischen dem Wirt und der Kirc he gelegen, und diese
drer Gebä ude bilden den Stock der Gemeinde, auf den
die übrigen Heimaten weit herum von den Bergen
herunterschauen. Die jetzige Kirch e zu Damüls ist mit
Ausnahme des neueren Turm es im Jahre 1484 gebaut,
nac hdem die ältere abgebrannt war. Auf diese ältere geht
ein in der Kirchen lade verwahrter Brief Gr afen Ru
dolfs von Montfort, gegeben zu Feldkirch nach Chri stus