77
g leich smaterial ans Licht gestellt. Neh men wir dieses
zur Hand, um die Sprachproben, die wir von Damuls
mitgebracht, dane ben zu halten, so können wir uns des
Glaubens nicht erwehren, datz der Zusammenhang der
Wali ser an der Lutz und an der Breitach mit jenen am
Simplon und an der Lys auch auf sprachlic h em Wege
be stätigt werden könnte .
Unter andern lassen sich dafür anführen die Über
bleibs el einer breitern Aussprache des P), die Aus
sprache des ne uhoch deutschen k wie ch, es Hus, mis Hus
für ein Haus, mein Haus, jehen für sagen und an dere
Eigen tümlichkeiten , welche im übrigen Vorarlberg nicht
wi eder gefunden werden, dagegen aber im Waltt s und
bei den Sylviern vorkommen. Wenn nun Albert Sc hott
mit seiner Ansicht, datz die Schweizer jenseits der Neutz
und sohin auch die Walliser burgundischen Stammes
seien, das Rich tige getroffe n hat, so dürfen wir auch
bei den Älplern von Damüls, vom Sonntag und von
Mittelberg den Rest jener Sprac he wieder erk ennen, „die
einst aus Chriemhildens Mund den Helden Siegfried
entzückte" * **) ), und wenn die nächste deutsche Spr achkart e
sich diese Auss chei dung will angeleg en sein lassen, so wird
sie nicht anders können, als bte Vorarlbergischen Walser
als burgundische Insas sen im alemannischen Sprachland
ein zutrag en.
*) Bei Scho tt s. Vgl. die deutschen Kolonien in Piemont
S. istz und 177 ff. mit Bergmann: Untersuchungen Uber die
freien Walli ser S. 87. Auch das innerwaiserische Meike, Mädchen,
stimm t ganz zu dem sylvischen Meid je sMatge).
**) Schot t a. a. O. S. 194.
Die neueste Aufhellung dieser Frage verdanken wir
aber dem Kust os der Ambraser-Saminlung zu Wien,
Herrn Jose ph Bergm ann, der selbst zu Hittisau im
Bregenzerwald geb ürtig, schon zu verschiedenen Zeit en
und an verschi ede nen Orten ma nche schatzbare und oben oben