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Full text: Streifzüge durch Vorarlberg

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g leich smaterial ans Licht gestellt. Neh men wir dieses 
zur Hand, um die Sprachproben, die wir von Damuls 
mitgebracht, dane ben zu halten, so können wir uns des 
Glaubens nicht erwehren, datz der Zusammenhang der 
Wali ser an der Lutz und an der Breitach mit jenen am 
Simplon und an der Lys auch auf sprachlic h em Wege 
be stätigt werden könnte . 
Unter andern lassen sich dafür anführen die Über­ 
bleibs el einer breitern Aussprache des P), die Aus­ 
sprache des ne uhoch deutschen k wie ch, es Hus, mis Hus 
für ein Haus, mein Haus, jehen für sagen und an dere 
Eigen tümlichkeiten , welche im übrigen Vorarlberg nicht 
wi eder gefunden werden, dagegen aber im Waltt s und 
bei den Sylviern vorkommen. Wenn nun Albert Sc hott 
mit seiner Ansicht, datz die Schweizer jenseits der Neutz 
und sohin auch die Walliser burgundischen Stammes 
seien, das Rich tige getroffe n hat, so dürfen wir auch 
bei den Älplern von Damüls, vom Sonntag und von 
Mittelberg den Rest jener Sprac he wieder erk ennen, „die 
einst aus Chriemhildens Mund den Helden Siegfried 
entzückte" * **) ), und wenn die nächste deutsche Spr achkart e 
sich diese Auss chei dung will angeleg en sein lassen, so wird 
sie nicht anders können, als bte Vorarlbergischen Walser 
als burgundische Insas sen im alemannischen Sprachland 
ein zutrag en. 
*) Bei Scho tt s. Vgl. die deutschen Kolonien in Piemont 
S. istz und 177 ff. mit Bergmann: Untersuchungen Uber die 
freien Walli ser S. 87. Auch das innerwaiserische Meike, Mädchen, 
stimm t ganz zu dem sylvischen Meid je sMatge). 
**) Schot t a. a. O. S. 194. 
Die neueste Aufhellung dieser Frage verdanken wir 
aber dem Kust os der Ambraser-Saminlung zu Wien, 
Herrn Jose ph Bergm ann, der selbst zu Hittisau im 
Bregenzerwald geb ürtig, schon zu verschiedenen Zeit en 
und an verschi ede nen Orten ma nche schatzbare und oben oben
	        
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