im Kunstleben seine r Zeit der 1858 in Feldkirch geborene Josef
Huber. Bei Franz Plattner, dem bedeutend e n Tirol er Romantiker, erlernte
er die Technik der Fres k omalerei. Von all seinen Lehrern hat
Plattner den nachha ltigst en Einf luß auf seine Entwicklung ausgeübt
und seinen streng ausgeprägt en Stil mi tbegr ündet. Von Innsbruck
zog Huber an die Münchne r Akademie und wurde bei Hac kl, Gysis
und Löfftz ein mehrfa ch ausgezeichneter Schüler . Das Jahr 1887 verbräc
hte er zur Hälfte in Paris . 1888 läßt er sich in Mün chen ni eder.
In engem Kontakt mit Leo Samberger, Diez, Welti und Dasio , den
bekan nte sten Vertretern der Münchner Schule jener Zeit, nahm er
lebhaften Anteil am dortigen Kunstleben. Im Jahre 1909 erhielt er
eine Berufung an die Akademie in Düsseldorf und überna hm dort
die neugeschaffene Lehrkanzel für kirchliche Monumentalmalerei.
Als erfahrener Freskomaler wirkte er dort neben den Wie nern Düringer
und Edere r bis zu sei nem Übertritt in den Ruhestand im Jahre
1923. Trotz seiner langjährige n Tätigkeit in der rheinischen Kunstmetropole
ist er in Kun stkr eisen allgemein als Josef Hu ber -Feldkirch
bekannt geworden.
Josef Huber pflegte alle Zweige der Malerei und schuf sich im
Rahmen des traditionellen Kuns ti deals einen eigenen, ausgeprä gten
Stil. Dabei ist eine gründl iche Schulung und die natürliche Veranlagung
als guter Zeichner das Fundament, das ihn im Dekor at iven
wie im Mon ument alen die gleiche Sicherheit erreichen läßt. Im
gesamten eignet seiner Kunst ein Zug ins Große, lei denschaft lich
Mon umen tale. Doch fehlen auch lyrische Töne nicht, wie in dem
Historienbild „Der letz te Graf von Montfort-Feldkirch". Bemerkenswert
ist seine zur damaligen Zeit Aufsehen er regende Auffassung
vom Handwerklichen in der Kunst, eine Einstellung, die heute
wiede r Allgemeingut der bildenden Künstl er geworden ist. Er fertigte
eige nhändi g die Entwürfe für Glasfenster und beto nte den fläc higen
Charakter des Glasbi ld es, errichtete Glas- und Mosaikwerkstätten an
der Akademie und such te schon wä hrend seiner Münchner Zeit,
die Emailkunst zu beleb en. 100