Feldkircher Kompon isten
l O R D B. CO TT FRIED KVNO R I C CA B O \ A
Von alters her fand in Feldkirch, dem „Stud ierstädt lei n", auch
die Musik in seinen Sc hulen, Bildungsanstalten und in den angesehene
n musikalischen Ve reinen auf kirchl ichem und weltlichem
Gebiet immer eine gastliche Heimstätte, freudige Aufnahmsbereitschaft
und eifrig e Pflege. Die folgenden Zei len sollen einiger Komponisten
gedenken, die durch ihre Geb urt und fast durchwegs auch
durch ihr Schaf fen mit Feldkirch ver bunden sind.
Als erster in der Reihe soll Wunibald Briem genannt
werden . Einer alten Feldkircher Familie .angehöre n d und am
15. August 1841 in Feldkirch geboren, genoß er dort seine Schulbildung
und oblag er am Gymnasium den humanistischen Studien.
Seinem früh erwachten musikalischen Talent wurde die Freude und
das Glück zuteil, sich völl ig dem Musikberuf wi dmen zu dü rfen.
Sieben Jahre seiner musikalischen Ausbildung in München, wo er
Schüler des dortigen Konservatorium sdi r ekt ors Josef Rheinbe
rger wurde, widmete er dem Klavier- und dem Orgelspiel sowie
der Kompositionslehre als Hauptfächern. In die Hei mat zurückgek
ehrt, wurde er in Feldkirch Organi st an der Stadtpfarrkirche
St. Nikolaus, welches Amt er durch mehr als vierz ig Jahre bis zu
sei nem Lebensende betre ute. Er war auch an der Stell a M atutina und
am Staatsgymnasium in Feldkirch viele Jahre als Musikl ehr er erfolgreich
tät ig. Große Verdienste erwarb er sich als Gründe r und
erst er Vorstand des Vora rlber ger ZäzilienVereines; die altehrwürdige
Feldki rcher Liedertafel hatte ihm in den Siebziger jähre n das Amt
des Chormeisters übertragen und ihn später in Ane rkennu ng seine r
erfolgreichen Tätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt.
Durch eine lange Reihe von Jahren wußte er auch im Privatunterr
icht einen dankbaren Sc hül erkreis um sich zu schare n, aus
dem sich die heute noch Lebenden mit aufrichtiger Wärme ihres i05