musikalischen Lehrers und Freun des au frichtig erinnern. Unermüdlich
und mit wahrem Feuerei fer, mit einer bis zum Lebensende bewahrten
jugendlichen Begeisterungsfähigkeit für seine geliebte Kunst
tätig, war er immer auch ein gütiger Mensc h, erfüllt von den Ideal en
sein er Zeit, ein Altösterreicher schönster Bedeutun g. Sein musikalisches
Schaff en als Tondi chter gründete sich auf die ältere Schu le,
der er entstammte, und der Melodie und Wohlkl ang das oberst e
Gebot war. Heim at und Vaterland, Frühli ng und Ros enzeit und eine
reine Empfindsamkeit, die noch nichts vom drohen den Kampfschritt
des 20. Jahrhunderts wußte, kennzeichnen seine weltlichen lyrischen
Tondichtungen, zu denen zahlreiche ein- und mehrst immig e Lieder,
wie Chöre für Frauen- und Männerstimmen gehören. Aus seine r
Haupttätigkeit als St a dtorganist e rwuchsten viele Orgelkompositionen
und auf dem Gebiet e der Kirchenmusik begegne n wir Wunibal d
Briem auch als fr uchtbare m Schö pfer von Messen, Kirchenliedern für
gemischten Chor, wie für Frauen- und Männerchor. Er war auch
Herausgeber des Brix ner Diözesangesangbuches und des Orgel
buches. Erfüllt von warm em Patriotismus für das alte Österre ich
sein er Jugend- und Mannes jahre, schrieb er sein g rößtes Werk für
Soli, Chor und Klavier „Der Kaiser in Vor arlberg" nach der Dichtung
von Anton Berlichingen. Seiner Komponistenmappe entstammen
weit er 12 Lie der für zweistimmigen Knabenchor, das Singspiel „Aus
der Jugendze i t" für dreistimmigen Knabenchor, Klavier und Harm onium,
das Melodram „Der gute Hirt" für Deklamation, Soli, dreistimmigen
Knabenchor und Klavier, sechs Lieder zu Worte n in alemannischer
Mundar t für vierstimmigen Männerchor, und verschiedene
Einze lchör e. Sein „Uf da Berga " ist längst Gemeingut des
Volke s in Vor arlberg geworden. Am 15. März 1912 hat Wunib ald
Briem das Zeitliche gesegnet. Sein Andenke n und sein erf olgreiche s
Wirken werden mit der Geschichte der Stadt Feldkirch und ihren
musikalischen Überl iefer u ngen immerdar verbun den bleiben.
Gleiches gilt von Toni Schmutzer, des sen angeborene
Liebe und Befähigung ihn erst über einen Umweg zu sein er musika- 106