mehrt er Auflage . Die erste Ausgabe wurde verbessert, teilweise
umgearbeitet und um acht Wanderung e n er gänzt.
Grete Gulbransson nannte Hö rmann einen Que l lensucher mit
der Wünschelrute: „Ihm sprangen die Quellen entgegen. Ihm halfe n
die geheimnisvollen Urkräfte, die er beschwor. Seine schmale,
we ttergr aue Gest alt mit dem Gesicht wie Feld und Föhre verscheuchte
die Bergbewohner nicht. Er drang dem Jochwind g leich
und gl eich dem Har zgeruch der Latschen in alle Ritzen ihrer Behausunge
n ein und fuhr wie der Wind, wenn er alles und das Let zte
in sich aufg en ommen hatte, samenbeschwert wieder davon. "
Welcher Wer tschä tzung sich die „W anderunge n in Vor arlberg"
von Ludwig von Hörmann erfreuten, ist aus der Tatsache zu ersehen,
daß der preußische Minister von Bosse, der jahrel ang zu den Sommergästen
in Schru ns gehörte, einmal nach Innsbruck kam, um
Hörmann eigen s aufzusuchen und ihm Dank und Aner kennung für
sein Buch auszusprechen. Um so mehr haben wir alle Ursache,
unseren Ehrenbürger nicht zu vergessen.
Gebhard Fischer
Am 17. April 1852 wurde zu Rickenbach in der Gemeinde Wolfurt
dem Löwenwirt F ischer das vierte Kind geboren. Schon mit vier
Jahren verlor der Knabe seinen Vater und zehn Jahre später auch
die Mutter. Er kam an das Staatsgymnasium in Feldki rch, wo er
1872 die Reifeprüfung ableg te. Dann wa ndte er sich der Vorbereitung
auf das Le hramt zu und studierte an der Unive rsit ät Innsbruck auf
die Lehramtsprüfung für Geo graphie, Geschichte und deu tsche
Sprache. Im Jänn er 1878 trat er in Innsbruck in den Schuldienst und
im Juni diese s Jahr es nahm er als Reserveoffizier an der Okkupation
von Bo snien und der Her z egowina teil. 1879 wurde er Lehrer am
Feldki rcher Gymnasium, an dem er bis 1915 wir kte. Im Jahre 1913
war Fis cher kurze Zeit mit der Leitung des Gymnasium s betraut und 126