50 cm im Geviert getragen und von allen Besuchern bewundert
wird. In diesem Raume hatte der Museums- und Heimatpflegeverein
eine Weinstube eingerichtet, die viele frohe Gäste gesehen hat. Der
Übersc huß wurde nur zur Ausge s taltung und Erhaltung des Hei matmuseums
ver wendet, das in den obere n Räumen der Schat ten burg
untergebracht war. Die Bewirtsc haftu ng wurde dann dem Ver ein
weggen om men und ging an die Stadt über, die dem Ve rein die Auslagen
für seine Ein richtu ng vergütete. Di eser jetzt als Ritterstube
bez eichnet e Raum war auf Anre gung des ni mm ermüden Meis ters
Florus Sc heel d. Ä. durch die Stadt, die unter Bürgermeister Unte rberge
r und Stadtbaumeister He rles volles Ver st ändnis für die Burg
und das Heimatmuseum aufbr acht e, so hergerichtet worden, daß er
wieder in alter Schönheit erstand und durch die Bewirs chaftu ng
nicht leid et. .
Das nächste Stockwerk ist durch die Mauerabsätze nochmals
erweitert und hat wiede r einen mächtigen Unte rzug, dessen schwere
Pfeile r auf den Pfeil ern der Ri tterstube st ehen. Die Außenwände
sind, obwoh l schon zweimal abgesetzt, immer noch sehr stark (Känzeleseite
3.10, illlseite 3.40, Stadtse ite 3.30 Mete r, und das im dritten
Stockw erk. Die hofseitge Mauer behält ihre Stärke von 1.50 Meter).
Der star ke Unterzug ist ein klare r Bewe is dafür, daß di eses Sto ckwerk
wiede r als einheitlicher Raum ohne jede tragende Zwischen
wand erbaut wurde; das hindert uns aber nicht, daß wir schon in
alter Zeit eine Tei lung des Raumes durch einfache Holzwände annehmen
dürf en. Sicher war der Raum schon früh, vielleicht bald
nach seinem Erstehen, durch eine mit der Hofwand gleichlaufende
Br et terwand (Getäfel) in zwei selbständige Teile zerlegt, wobei der
kleinere rückwärtige die ganze St irnseite des Wohnraumes gegen
die 111 hin einnimmt und eine alte gotische Decke besitzt, die durch
den Un terzug in selbs tändige Teile z erlegt ist. Die frei im Raum
stehe nde Unterzugss äule wurde später so stark abge kantet , daß sie
jetzt eine achteckige Säule mit viere cki gem Fuß und ebenso l cher
Tragplatte darstellt. Di eser Raum besitzt auch eine goti sche Wand- 141