besteht auch in den Ecken ohne Buckel aus quaderförmigen zugerichteten
Steinen, welche außen durchschnittlich 30 mal 75 cm groß,
auf der Innenseite etwas kleiner sind." Noch ein mal wird der Tostne r
Turm besonders her vorgehobe n, in der dem Band VIII der „österreichischen
Burgen" angehängten Schlußbetrachtung auf Seite 209.
Dort heißt es: „Besonders dicke Berchfrite mit Seitenlangen von 11
bis 13 Meter haben Tosters und Obercilli." Bei Obercilli („öste rreichische
Burgen", Band VI, Seite 146) heißt es dann: „Der Ber chfrit
(von Obercilli) ze ichnet sich durch ungewöhnliche Größe aus.
Seine Se i tenlangen betragen von Wes ten herum bis Süden
11. 30, 12. 40, 12 und 13 Meter." Er ist also nicht größer als unser
Tostner, hat zwar annähernd die gleiche Grundfl äch e, aber bedeutend
weniger Mauerstärke (nach dem der Abhandlung beigege benen
Grundriß gemessen ; (der Schattenburgturm würde freilich auch in
diese Gesellschaft der Berchfrite passen, die sich durch ungewöhnliche
Größe auszeichnen, ist aber hier nicht eig ens erwähnt). Feldkirchs
Burgen können sich sehen lasse n!
Der Umg ang
Zwa nzig Meter über der Westecke des Turmes , 18 Meter über
dem heutigen Burghof, war der Turm rings von einem We hrgang
umgeben. Balke n, deren Löche r noch gut sichtbar sind, trugen ihn;
in den Ecken waren die Träger so mächtig, daß sie 80 cm hoch und
40 cm breit waren. Hier kamen die benachbarten mit dem Eckträger
zusammen, so daß in der Mauer nach ihrem Verfaulen Hohlräume
entst anden, in denen sich ein Mens ch ganz gebückt, aber ohne die
Hand auf den Boden geben zu müssen, be wegen konnte. An der
südlichen Ecke re ichte der Eck balken 3.10 Meter in die Wand hinein,
und vier weitere Balken treffe n mit jedem Eckbalken in der Tiefe
der Mauer zusammen, so daß man sich in dem dadurc h entstandenen
Hohlraum umdrehen konnte. (Das habe ich alles selbs t erlebt anläßlich
der Si c herungsarbeiten am Turm.) Der Umgang war sich er 1.50 164